Azure-Zuwachs schwächelt KI-Software soll Cloud-Wachstum bei Microsoft ankurbeln

Von dpa-AFX 1 min Lesedauer

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Microsoft setzt auf einen langfristigen Schub für sein Geschäft durch KI-Software wie ChatGPT. Der Einsatz von KI-Programmen erhöhe den Bedarf an Cloud-Infrastruktur etwa von Microsofts Plattform Azure, so Firmenchef Satya Nadella.

Rund zwei Prozent soll das Cloud-Geschäft mit KI-Diensten zum Azure-Wachstum beitragen.(Bild:  Nuthawut - stock.adobe.com)
Rund zwei Prozent soll das Cloud-Geschäft mit KI-Diensten zum Azure-Wachstum beitragen.
(Bild: Nuthawut - stock.adobe.com)

Im vergangenen Quartal schwächte sich das Azure-Wachstum bereinigt um Wechselkurs-Schwankungen auf 27 Prozent ab. Die Prognose von 25 bis 26 Prozent Wachstum im laufenden Vierteljahr enttäuschte die Anleger. Denn noch vor nicht so langer Zeit hatte es Zuwachsraten von mehr als 40 Prozent gegeben. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel am Dienstag um 3,7 Prozent nach.

Von dem prognostizierten Azure-Zuwachs sollen rund zwei Prozentpunkte aus dem Cloud-Geschäft mit KI-Diensten kommen. Microsoft ging einen milliardenschweren Pakt mit der ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI ein und baut Technologie des Start-ups nach und nach in viele seiner Produkte ein.

So wurde jüngst ein KI-„Copilot“ für Microsofts Office-Programme vorgestellt. Er ist in die Büro-Anwendungen verwoben und kann unter anderem Inhalte aus E-Mails, Kalender, Chats und Dokumenten analysieren. Microsoft will von gewerblichen Kunden seines Microsoft-365-Pakets in den USA 30 Dollar pro Monat und Benutzer dafür verlangen. Copilot sei eine wichtige Säule für Microsoft 365, betonte Nadella.

Im vergangenen Vierteljahr steigerte Microsoft dank der Nachfrage nach Cloud-Diensten den Umsatz um acht Prozent auf rund 56,2 Milliarden US-Dollar (knapp 51 Mrd. Euro). Unterm Strich erreichte der Gewinn in dem Ende Juni abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal gut 20 Milliarden Dollar nach 16,7 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor.

Im Geschäftsjahr 2022/23 legte der Umsatz um sieben Prozent auf knapp 212 Milliarden Dollar zu – bereinigt um die Umrechnungseffekte des starken Dollar habe das Wachstum bei elf Prozent gelegen. Wegen gestiegener Kosten und höherer Steuern stagnierte der Gewinn. In den zwölf Monaten bis Ende Juni verdiente der Konzern etwas mehr als 72 Milliarden Dollar (rund 65 Mrd. Euro) und damit so viel wie im Vorjahr.

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