KI-Integration in Unternehmen KI im Hamsterrad: Warum smarte Tools oft scheitern

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) hält in Deutschlands Unternehmen Einzug, doch statt Effizienz regiert vielfach Frust. Eine Asana-Studie zeigt, warum KI allein keine Wunderwaffe ist – und wie Produktivitätsbremsen ganze Organisationen ausbremsen.

Die Asana-Studie will zeigen: KI allein löst keine Effizienzprobleme. Warum Tools in deutschen Unternehmen oft scheitern und Produktivitätsbremsen dominieren.(Bild:  KI-generiert)
Die Asana-Studie will zeigen: KI allein löst keine Effizienzprobleme. Warum Tools in deutschen Unternehmen oft scheitern und Produktivitätsbremsen dominieren.
(Bild: KI-generiert)

67 Prozent der deutschen Wissensarbeiter nutzen laut Asana wöchentlich KI-Tools – ein Sprung von elf Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch bleibt die Revolution wohl aus: Nur 18 Prozent der Unternehmen haben KI tatsächlich skaliert. In 82 Prozent der Betriebe steckt die Technologie weiter in der Pilotphase oder dümpelt als Einzellösung vor sich hin. Das Ergebnis: Statt Innovation erleben viele Beschäftigte steigende Koordinationslast und digitale Erschöpfung. Über die Hälfte ihrer Arbeitszeit (57 %) verbringen sie weiterhin mit Routineaufgaben. Fast die Hälfte der Führungskräfte bezeichnet die eigenen Arbeitspraktiken als „veraltet“.

Die Zahlen stammen aus der Untersuchung „Der aktuelle Stand von KI 2025: Deutschland“ (Registrierung erforderlich)des Asana Work Innovation Lab, das über 2.000 deutsche Wissensarbeiter befragt hat.

Produktivitätssteuern als Systemfehler

Die Studie benennt vier zentrale Bremsklötze: Konnektivitätssteuer, Geschwindigkeitssteuer, Kapazitätssteuer und Resilienzsteuer. Mangelnde Vernetzung, fragmentierte Tools und stockende Abläufe kosten Zeit. Nur 30 Prozent der Beschäftigten erleben effektive teamübergreifende Zusammenarbeit. Informationsfluss? Laut Umfrage stockt er in drei Vierteln der Unternehmen. Engpässe bei Genehmigungen, widersprüchliche Prioritäten und ständige Unterbrechungen bestimmen den Alltag. Burnout-Quote: 73 Prozent. Digitale Erschöpfung: 78 Prozent.

KI als Brandbeschleuniger

Asana warnt: Wer KI einfach in bestehende, dysfunktionale Strukturen gieße, verschärfe alte Probleme nur. KI könne mehr Aufgaben, mehr Updates und mehr Daten sichtbar machen – doch ohne eine koordinierende Ebene bleibe all diese Information isoliert, heißt es in der Studie.

Transformation gelinge demnach nur, wenn Unternehmen Prozesse von Grund auf neu denken und standardisierte Workflows schaffen. Erst dann entfalte KI ihr Potenzial – als Werkzeug gegen, nicht für das Chaos.

Personas zwischen Skepsis und Neugier

Die Analyse differenziert vier Typen: Skeptiker, Traditionalisten, Integratoren, Transformatoren. Die Skeptiker – 14 Prozent der Belegschaft – meiden KI oder geben nach dem ersten Fehler auf. Traditionalisten setzen KI pragmatisch ein, solange sie keine Routinen ändern müssen. Integratoren und Transformatoren – insgesamt 49 Prozent – nutzen KI systematisch, gestalten Workflows aktiv um und erzielen die größten Effekte. Doch selbst in diesen Gruppen bleibt Weiterbildungsdruck hoch: 79 Prozent der Beschäftigten bei KI-Vorreitern sehen lebenslanges Lernen als Jobgarantie.

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