Umfrage des Handelsverband Deutschland Immer mehr Händler setzen auf Künstliche Intelligenz

Von dpa-AFX 2 min Lesedauer

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Immer mehr Einzelhändler setzen im täglichen Geschäft auf Künstliche Intelligenz, vorrangig zum Diebstahlschutz oder in der Buchhaltung. Warum die Technologie noch nicht in der Breite angekommen ist, hat der Handelsverband Deutschland herausgefunden.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz im Handel. Bislang beschränken sich Einzelhändler auf den Einsatz zur Überwachung und Aufgaben in der Buchhaltung.(Bild:  sdecoret - stock.adobe.com)
Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz im Handel. Bislang beschränken sich Einzelhändler auf den Einsatz zur Überwachung und Aufgaben in der Buchhaltung.
(Bild: sdecoret - stock.adobe.com)

Bei einer aktuellen Branchenumfrage gab fast ein Viertel der befragten Handelsunternehmen (23,5 %) an, diese Technologie bereits einzusetzen, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Dienstag mitteilte. Damit hat sich der Anteil der KI-Nutzer im Handel innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt. Weitere 8,7 Prozent der Händler gaben an, den Einsatz von KI zu planen.

„Künstliche Intelligenz ist eine Chance für den Einzelhandel. Unsere Studie zeigt, dass immer mehr Händlerinnen und Händler dieses Potenzial erkennen“, sagte der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.

Genutzt wird Künstliche Intelligenz der Umfrage zufolge bislang vorrangig in Kamerasystemen zum Diebstahlschutz oder bei der Bearbeitung von Belegen in der Buchhaltung. Doch sehen die Händler auch noch großes Potenzial bei der automatischen Sortimentsüberarbeitung, bei der Trenderkennung von Kundenbedürfnissen, bei personalisierten Angeboten und der Preisfindung.

In der Breite ist die Künstliche Intelligenz noch nicht angekommen.

Stephan Tromp, HDE

Trotz aller Fortschritte sind die Verwender von Künstlicher Intelligenz im Einzelhandel allerdings noch immer in der Minderheit. „In der Breite ist die Technologie ... noch nicht angekommen“, räumte Tromp ein. Zwei Drittel der befragten Händler gaben laut HDE an, KI derzeit nicht zu nutzen und den Einsatz der Technologie auch nicht zu planen. Die wichtigsten Gründe dafür: Aus der Sicht vieler Händler mangele es nach wie vor noch an konkreten Anwendungsfällen für Künstliche Intelligenz im Handel. Und auch die hohen Kosten seien eine große Hürde für den Start von KI-Projekten.

Dabei steht für Tromp fest: „KI ist die Zukunft.“ Es gebe mehr sinnvolle Möglichkeiten, sie im Handel zu nutzen, als vielen Händlern klar sei. Verbundgruppen und Genossenschaften seien hier gefordert, rentable und nützliche Anwendungen für kleine und mittlere Unternehmen bereitzustellen, sagte Tromp.

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