Interview mit Christian Sprenger von Hewlett-Packard (HP) Im Desktop-PC-Markt liegen noch viele Chancen

Redakteur: Christian Träger

Note- und Netbooks haben in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Siegeszug hingelegt. Vor diesem Hintergrund wurde den Desktop-PCs immer wieder das Aus prophezeit. Entgegen den Unkenrufen, halten sich die stationären Rechner aber erstaunlich stabil im Markt. Über die Chancen im diesem Segment sprach IT-BUSINESS mit Christian Sprenger, Area Category Manager Business Desktops bei HP.

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ITB: Herr Sprenger, den Desktop-PCs wird immer wieder das Ende vorhergesagt. Wie ist Ihre Einschätzung des Desktop-Marktes?

Sprenger: Der Desktop-Markt hat sich im vergangenen Jahr stabilisiert, im Commercial-Umfeld sogar positiv entwickelt. Hier konnten teilweise zweistellige Wachstumsraten verzeichnet werden. IDC ist der Meinung, dass sich diese nicht halten lassen werden und der Markt einen Umsatzrückgang verzeichnen wird. Aber wir gehen dennoch davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld den Desktop-Markt weniger stark beeinflussen wird als das es in anderen Marktsegmenten der Fall sein wird.

ITB:

ITB: Woran liegt das?

Sprenger: In Krisenzeiten konzentrieren sich Unternehmen auf die Bestandspflege. Das heißt unter anderem, dass die IT am Arbeitsplatz durch ein aktuelles Produkt der gleichen Kategorie ersetzt wird. Da es sich bei der Mehrzahl der Arbeitsplatzrechner nach wie vor um Desktop-PCs handelt, führt das zu einer konstanten Nachfrage. Die Krise kann man sogar als Chance für den Desktop-PC sehen. Die robusten, kostengünstigen Produkte mit einem langen Lebenszyklus sind im Moment die Triebfeder für den Markt.

ITB:

ITB: HP ist im deutschen Desktop-Markt die Nummer zwei. Was sind Ihre Erfolgsfaktoren?

Sprenger: HP hat sich im Markt als verlässlicher Partner etabliert, der seinen Kunden einen Mehrwert liefert. Wir hören zu und liefern Antworten auf die Anforderungen des Marktes. Wir verfügen über ein sehr breites Portfolio, das für jedes Einsatzgebiet die passende Lösung bietet. Vom einfachen Arbeitsplatzrechner mit einer Basisausstattung bis hin zu Hochleistungs-Workstations. Der Name HP steht natürlich auch für Qualität und das nicht nur im Hinblick auf Komponenten, Stabilität oder Haltbarkeit. Zum inneren Produktdesign kommt noch ein hochwertiges und äußerst attraktives Äußeres dazu. Unsere Kunden wissen das zu schätzen.

ITB:

ITB: Wo sehen Sie Wachstumschancen?

Sprenger: Besonders interessant für uns ist das Small-Business/Small-Office-Segment. Diese Kunden verlangen Produkte, die einerseits alle wichtigen unternehmerischen Anforderungen erfüllen. Andererseits werden die PCs auch für private Zwecke genutzt und müssen entsprechend mehr bieten. Wir werden in Kürze unser Portfolio entsprechend erweitern. Mit der neuen dx7500 bietet HP beispielsweise einen Desktop-Serie, die das Beste aus zwei Welten bietet: Sie verfügt über eine traditionelle Business-Ausstattung, ist aber unter anderem mit einer dedizierten Grafik auch fit für das Wohnzimmer.

ITB:

ITB: Spielen grüne Aspekte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch eine Rolle bei der IT-Beschaffung?

Sprenger: Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise geht es bei der IT-Infrastruktur mittlerweile um bares Geld. Wer bei Neuanschaffungen auf Energie-Effizienz achtet, hat zudem in der Regel einen erstaunlich raschen Return on Investment. Das veranlasst auch Unternehmen, die bei Kaufentscheidungen ökologische Aspekte kaum oder gar nicht berücksichtigen, künftig aus ökonomischen Gründen verstärkt auf energie-effiziente Systeme zu setzen. Unternehmen können also ökologische und ökonomische Interessen verbinden. Deshalb erwarten wir auch eine gesteigerte Nachfrage nach grünen Produkten.

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