Bitkom-ifo-Digitalindex Geschäftsklima: Gute Stimmung in der ITK-Branche

Von Ira Zahorsky

Können Sie sich noch erinnern, wie die Welt vor der Corona-Pandemie war? Das Geschäftsklima hat sich im Januar 2022 jedenfalls auf ein positiv geprägtes Vor-Corona-Niveau eingependelt, die Zuversicht der Unternehmen ist groß. Doch ein Faktor bremst das Geschäft.

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Die Digitalunternehmen blicken optimistisch in das Geschäftsjahr 2022.
Die Digitalunternehmen blicken optimistisch in das Geschäftsjahr 2022.
(Bild: © bizvector - stock.adobe.com)

Der Bitkom-ifo-Digitalindex vom Januar 2022 lässt auf ein gutes Geschäftsjahr hoffen, stieg er doch im Vergleich zum Vormonat um 5,4 auf 30,0 Punkte. Er setzt sich zusammen aus der Einschätzung von Geschäftslage (+3,6 auf 41,8) und Geschäftserwartungen (+7,0 auf 18,9). „Die Mehrheit der Digitalunternehmen darf sich über eine sehr gute Geschäftslage freuen und erwartet, dass die Zahl der Aufträge kurzfristig weiter zunimmt. An Nachfrage mangelt es kaum jemandem und die Zuversicht ist groß, dass die preistreibenden Lieferengpässe bald abgestellt werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Der Bitkom-ifo-Digitalindex verzeichnet für Januar 2022 eine positive Entwicklung bei Geschäftsklima, Geschäftslage und Geschäftserwartungen der ITK-Branche.
Der Bitkom-ifo-Digitalindex verzeichnet für Januar 2022 eine positive Entwicklung bei Geschäftsklima, Geschäftslage und Geschäftserwartungen der ITK-Branche.
(Bild: Bitkom, ifo)

5,9 Punkte mehr als im Dezember 2021 und damit 35,1 Zähler weisen die Beschäftigungserwartungen auf. Das deutet darauf hin, dass zahlreiche Unternehmen mehr Personal einstellen wollen. „Die Digitalbranche wird nach unseren Berechnungen dieses Jahr 40.000 neue Jobs schaffen“, prognostiziert Berg. Dies zieht auch einen Preisanstieg nach sich. Demnach legt der Preisindex 5,7 Zähler zu und liegt im Januar 2022 bei 40,7.

Doch der Arbeitsmarkt bereitet den Digitalunternehmen Sorge. Denn der Fachkräftemangel hat mit 47,3 Punkten (+2,0) einen neuen Höchststand seit der Ersterhebung im Jahr 2006 erreicht. Der Index für mangelnde Nachfrage stieg nur leicht um 0,6 auf 21,5 Punkte. Finanzierungsschwierigkeiten stellen mit 2,1 Punkten kein Hemmnis dar.

Hinweis zur Methodik

Der Digitalindex basiert auf der monatlichen ifo-Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel des Index der Geschäftslage und des Index der Geschäftserwartungen.
Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt. Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK.
Der Index wird als Saldo (saisonbereinigt) dargestellt. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten. Befragungszeitraum war vom 5. bis 24. Januar 2022.

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