„European Chips Act“ EU-Parlamentarier für Stärkung der Halbleiter-Industrie

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Europa steht in einem globalen Wettlauf um Schlüsseltechnologien der Zukunft. Die Halbleiterindustrie liefert dazu mit Chips die Basis. Von der EU wird nun ein „Chips Act 2.0“ gefordert.

Von der EU wird ein Update des „European Chips Act“ gefordert. (Bild:  KI-generiert)
Von der EU wird ein Update des „European Chips Act“ gefordert.
(Bild: KI-generiert)

Der sächsische Europaabgeordnete Oliver Schenk (EVP) macht sich gemeinsam mit mehr als 50 weiteren Parlamentariern für ein Update des European Chips Act stark. In einem Brief an EU-Kommissarin Henna Virkkunen setzen sie sich für gezielte Investitionen in KI-Chips und Hochleistungshalbleiter ein. Es gelte Europas technologische Souveränität zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Halbleiterindustrie zu stärken.

Europa braucht langfristige Strategie für Hochtechnologien

„Wir stehen in einem globalen Wettlauf um die Schlüsseltechnologien der Zukunft. Europa darf nicht ins Hintertreffen geraten – wir müssen jetzt handeln“, betonte CDU-Politiker Schenk, der früher die Sächsische Staatskanzlei leitete. Man brauche eine langfristige Strategie, um Europa als führenden Standort für Hochtechnologie zu etablieren und Innovation, Arbeitsplätze sowie Wohlstand zu sichern.

Schenk fordert „Chips Act 2.0“

Schenk zufolge haben die geopolitischen Entwicklungen gezeigt, dass Europa sich nicht auf globale Lieferketten verlassen kann. „Halbleiter sind das Herzstück moderner Technologien – von Künstlicher Intelligenz über erneuerbare Energien bis hin zu Verteidigungssystemen. Ohne eine starke europäische Halbleiterindustrie riskieren wir unsere wirtschaftliche und sicherheitspolitische Unabhängigkeit“. Der „Chips Act 2.0“ sei daher der logische nächste Schritt, um Europas technologische Zukunft zu sichern.

Mit dem „European Chips Act“ will die EU bis zum Jahr 2030 rund 45 Milliarden Euro für europäische Mikroelektronik generieren. Davon sollen Forschung und Pilotprojekte genauso profitieren wie Startups. Auch der Bau sogenannter Megafabs für die Produktion von Mikrochips ist geplant. Das Ziel besteht darin, den europäischen Anteil am Weltmarkt von derzeit zehn Prozent zu verdoppeln. Das europäische Chip-Gesetz soll außerdem zusätzliche öffentliche und private Investitionen in Höhe von mehr als 15 Milliarden Euro bewirken.

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