Fotoapparate und neue Stores Es lebe die Kamera: Leica steigert Umsatz

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Totgesagte leben länger. Wer das Geschäft mit Digitalkameras schon abgeschrieben hat, der wird gerade eines Besseren belehrt. Zumindest Leica kann den Umsatz steigern.

Die Leica-Firmenzentrale in Wetzlar.(Bild:  Leica)
Die Leica-Firmenzentrale in Wetzlar.
(Bild: Leica)

Die Erholung im Kamera-Markt hat dem Hersteller Leica zu einem weiteren Umsatzanstieg verholfen. In dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 stiegen die Umsätze des Wetzlarer-Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf 596 Millionen Euro. Treiber für die Entwicklung sei vor allem das Kerngeschäft mit Fotoapparaten sowie das Wachstum im Smartphone-Bereich gewesen. „Unser Geschäftserfolg beruht auf Innovation und dem Ausbau unseres eigenen globalen Vertriebsnetzes“, sagte der Leica-Vorstandsvorsitzende Matthias Harsch. Zum Ergebnis unter dem Strich teilte Leica nichts mit.

Sportfotografie, Zielfernrohre und Ferngläser

Es seien zahlreiche neue Kameras eingeführt worden, darunter etwa die kompakte Vollformat-Digitalkamera Leica Q3. Leica stellt weiterhin auch analoge Kameras her. Das Unternehmen hat zudem sein Geschäft mit Heimkino-Projektoren, mit Uhren und mit Premium-Brillengläsern ausgebaut. Diese Bereiche hätten ihren Beitrag zum Gesamtumsatz der Gruppe weiter erhöht, hieß es. Der Bereich Sportoptik als zweitgrößtes Geschäftsfeld von Leica habe sich in einem schwierigen Marktumfeld robust entwickelt, hieß es. Das Unternehmen bietet etwa Zielfernrohre für Jagdgewehre und Ferngläser an.

Neue Läden in Asien sind ein Erfolg

Die Erlöse legten in allen Regionen der Welt zu, am deutlichsten in Europa, und zwar um 7,6 Prozent. Dazu trug vor allem ein kräftiges Umsatzplus von 11,4 Prozent in Deutschland bei. Auch in Asien (plus 7,3 Prozent) und Nordamerika (plus 6,2 Prozent) entwickelten sich die Umsätze positiv.

Dabei profitierte das Unternehmen auch von der Eröffnung neuer Stores, etwa im chinesischen Wuhan sowie in Tokio und Seoul. Im Onlinegeschäft kletterten die Erlöse um 12,5 Prozent. Perspektivisch wolle man sowohl das Netz von Stores weiter ausbauen, setze aber auch auf das Multichannel-Modell mit der Integration von stationärem Handel, Auktionen und E-Commerce.

Leica hatte auch die Einführung eines neuen Smartphones mit Leica-Optik für den europäischen Markt konkret ins Auge gefasst. Bei diesem Thema werde sich bald etwas tun, hatte Harsch im Juni angekündigt. Bislang war das „Leitz Phone“, für das Leica mit Sharp zusammenarbeitete, exklusiv in Japan vermarktet worden. Zurzeit findet sich eine Leica-Optik in Flaggschiff-Modellen des chinesischen Smartphone-Anbieters Xiaomi.

(ID:50574487)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung