Mehr Druck Epson verbessert Piezo-Technologie

Redakteur: Erwin Goßner

Mit Hilfe neu entwickelter Druckköpfe möchte Epson neue Einsatzbereiche für Tintenstrahldrucker, wie etwa das Office-Umfeld, erschließen.

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Ein Querschnitt durch den neuen Piezo-Druckkopf verdeutlicht den prinzipiellen Aufbau.
Ein Querschnitt durch den neuen Piezo-Druckkopf verdeutlicht den prinzipiellen Aufbau.
( Archiv: Vogel Business Media )

Eigenen Angaben zufolge ist Epson die Entwicklung eines Piezo-Druckkopfes gelungen, der sich gegenüber den Druckköpfen der aktuellen Generation durch deutliche kleinere Abmessungen unterscheidet.

Grundlage dafür war die Entwicklung eines Piezo-Kristalls, bei dem die Elementdicke um mehr als 35 Prozent verringert werden konnte. Der Film über dem Tintenreservoir, der sich bei Anlegen einer elektrischen Spannung verformt, wurde von 1,56 Mikrometer pro Lage auf nur einen Mikrometer Dicke reduziert.

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In diesem Zusammenhang war es erforderlich, die Flexibilität des Piezo-Elements erheblich zu erhöhen, um die präzise Dosierung der Tintentropfen zu gewährleisten. Diese Eigenschaft ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal, auf der auch die so genannte Variable-Droplet-Size-Technologie von Epson aufbaut. Tintentropfen mit unterschiedlichen Volumina – entweder für feinste Körnung oder für großflächige Deckung – lassen sich mit ihrer Hilfe erzeugen.

Das verbesserte Piezo-Element verringert den Platzbedarf der Druckdüsen, wodurch sich die Anzahl von bislang 180 auf 360 Düsen pro Zoll verdoppelt. Gleichzeitig konnte auch die Reaktionszeit auf elektrische Impulse verringert werden. Beides, sowohl die Anzahl der Düsen, als auch eine höhere Feuerfrequenz, trägt zu einer höheren Druckgeschwindigkeit bei.

Die neuen Piezo-Druckköpfe werden seit diesem Monat in Serie produziert. Im Moment gibt Epson allerdings noch keine Informationen zu den Produkten, in denen die Print-Heads zukünftig eingesetzt werden.

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