Start-up-Standort Deutschland Digitalbranche begrüßt Lindners Pläne zur Start-up-Förderung

Von dpa 2 min Lesedauer

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Die Gründer- und Digitalbranche begrüßt die Pläne von Bundesfinanzminister Christian Lindner zur stärkeren Förderung von Start-ups. Durch die Reform der Mitarbeiterbeteiligung werden Startup-Szene und Tech-Standort Deutschland gestärkt.

Der Start-up-Standort Deutschland soll durch den Gesetzesvorschlag von Bundesfinanzminister Christian Lindner gestärkt werden.(Bild:  denisismagilov - stock.adobe.com)
Der Start-up-Standort Deutschland soll durch den Gesetzesvorschlag von Bundesfinanzminister Christian Lindner gestärkt werden.
(Bild: denisismagilov - stock.adobe.com)

Die Pläne von Bundesfinanzminister Christian Lindner zur stärkeren Förderung von Start-ups stoßen auf Zustimmung in der Digitalbranche. „Die Regelungen im Zukunftsfinanzierungsgesetz können deutschen Startups einen echten Schub verpassen und den Standort Deutschland international wettbewerbsfähiger machen“, sagte Christian Miele, Vorsitzender des Startup-Verbands, am Dienstag in Berlin. Die angekündigten Veränderungen seien eine „wirklich gute Nachricht für unsere Startup-Szene und den Tech-Standort Deutschland“, ergänzte Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom.

Lindner will mit einer Reform der Mitarbeiterbeteiligung den Start-up-Standort Deutschland stärken. So will der FDP-Politiker den steuerlichen Freibetrag bei Mitarbeiterbeteiligungen deutlich von 1.440 Euro auf 5.000 Euro anheben, wie aus einem Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. „Der Finanz- und Start-up-Standort Deutschland braucht ein Update“, twitterte Lindner.

Er will zudem ein weiteres Problem abmildern. Start-ups binden Beschäftigte oft mit Beteiligungen, die später lukrativ sein können – etwa, wenn es zu einem Börsengang oder Verkauf der Firma kommt. Bisher müssen Mitarbeiter ihre Unternehmensanteile nach spätestens zwölf Jahren als Einkommen versteuern – auch, wenn noch gar keine Gewinne aus Beteiligungen angefallen sind. Die Start-up-Branche beklagt das schon länger als internationalen Wettbewerbsnachteil.

„Statt nach bisher zwölf Jahren müssen unveräußerte Anteile künftig erst nach 20 Jahren versteuert werden“, erklärte Bitkom-Präsident Berg die Pläne. Vor allem entfalle die Besteuerung beim Arbeitgeberwechsel, zumindest wenn das Start-up freiwillig für die Sicherung des Steueranspruches von Beschäftigten hafte.

Von den Steuervorteilen sollen zudem künftig deutlich mehr Firmen profitieren, heißt es im Entwurf, über den das Handelsblatt zuerst berichtet hatte. Statt für Unternehmen mit 250 Beschäftigten sollen die neuen Regeln für Firmen mit bis zu 500 Mitarbeitern greifen. Die Umsatzschwelle will Lindner von 50 auf 100 Millionen verdoppeln, die Jahresbilanzsumme von 43 auf 86 Millionen Euro. Der Gesetzesentwurf muss noch innerhalb der Ampel-Koalition abgestimmt werden.

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