IT-Experten gesucht

Die Zeitarbeit und der IT-Fachkräftemangel

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Fernab der Diskussion um arbeitsmarktpolitische Maßnahmen gibt es sie aber wirklich – die Unternehmen, die „händeringend“ suchen, wie es so schön heißt.

Beispielsweise sucht das IT-Systemhaus Urano aus Bad Kreuznach gegenwärtig noch rund 50 Mitarbeiter. „Der Markt für IT-Fachkräfte scheint wirklich leergefegt – vor zwei Jahren hatten wir noch mehr Bewerbungen als verfügbare Stellen“, klagt Personalchefin Simone Pieroth.

Seit über einem Jahr wird nach Sharepoint-, VMware-, Exchange-, Citrix-, Java- und SQL-Experten gesucht. Am Einkommen könne es nicht liegen, findet Pieroth, denn die Gehälter seien mit denen anderer IT-Systemhäuser vergleichbar. Auch der Einsatzort sei kein Ausbremser, denn das Unternehmen ist an zwölf Standorten im Bundesgebiet präsent, und über den Einsatzort lasse sich reden. Auch bietet Urano tauglichen Kandidaten inzwischen an, sie hausintern weiterzubilden.

Zeitarbeit als Branchenpuffer

Wer hilft, wenn Personal fehlt? Zeitarbeitsfirmen. Doch auch diese haben derzeit so ihre Probleme: Deren rasantes Wachstum der vergangenen Jahre beginnt sich abzukühlen. Jüngst beklagte beispielsweise Andreas Dinges, Deutschland-Chef der Schweizer Zeitarbeit-Firma Adecco gegenüber der Financial Times Deutschland, dass es auch für sein Unternehmen immer schwieriger wird, Arbeitskräfte zu finden.

Auch das Systemhaus Urano konnte die Probleme der unbesetzten Stellen bislang nicht mit Personaldienstleistern lösen, wie es die Chefin des Fachbereichs beschreibt: „Selbst die Zusammenarbeit mit spezialisierten Personaldienstleistern hat uns bislang nicht die gewünschte Zahl an Kandidaten gebracht.“

Ludwig Hank ist Geschäftsführer des auf IT-Profis spezialisierten Personaldienstleister Tecops. Auch er berichtet davon, dass es mitunter schwierig sei, geeignete Fachkräfte zu finden. Der Tecops-Ansatz zur Lösung des Problems lautet übertarifliche Bezahlung (in Bezug auf den Zeitarbeitstarif) und das so genannte „Equal Pay“ – wenn der Kunde mitspielt. Zeitarbeiter erhalten bei diesem Modell dieselbe Bezahlung wie Festangestellte mit selben Aufgaben.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum ein IT-Zeitarbeiter mitunter teurer kommt, als ein Festangestellter.

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