Studie von Sevdesk Die E-Rechnung setzt sich langsam durch

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Eine Umfrage von Sevdesk beleuchtet verschiedene Aspekte zur Einführung der E-Rechnung im B2B-Umfeld. Die Technologie hat sich bereits einigermaßen durchgesetzt, aber es gibt noch großes Marktpotenzial und viele anstehende Projekte.

Die E-Rechnung hat sich im B2B-Umfeld bereits etabliert.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Die E-Rechnung hat sich im B2B-Umfeld bereits etabliert.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Alle reden über E-Rechnungen – aber wie etabliert ist sie bereits? Eine Studie von Sevdesk blickt hinter die Kulissen: Wie gut sind Selbstständige dabei? Wer wartet noch? Fragen wie diese versucht die Umfrage zu beantworten.

So haben 36 Prozent der Selbstständigen bisher mindestens eine E-Rechnung erstellt. 64 Prozent haben noch nicht umgestellt – und das obwohl bereits seit Januar die ersten Übergangsfristen gelten.

Während ein Drittel der Selbstständigen bereits im Zeitalter der E-Rechnung angekommen ist, hat die Mehrheit noch Nachholbedarf. Umso wichtiger ist es, jetzt zu handeln –  bevor die Übergangsfristen enden und aus offenen Fragen echte Stolpersteine werden.(Bild:  Sevdesk)
Während ein Drittel der Selbstständigen bereits im Zeitalter der E-Rechnung angekommen ist, hat die Mehrheit noch Nachholbedarf. Umso wichtiger ist es, jetzt zu handeln – bevor die Übergangsfristen enden und aus offenen Fragen echte Stolpersteine werden.
(Bild: Sevdesk)

Gebrauchtsoftware wird in allen Branchen gekauft

Die Verteilung ist insgesamt erstaunlich homogen – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Thema E-Rechnung deutschlandweit gleichermaßen auf der Agenda steht. Egal ob Nordsee oder Erzgebirge: Die digitale Pflicht betrifft alle – und wird auch überall ernst genommen.

In der Kategorie „Sonstiges“ (33 Prozent) finden sich zahlreiche Einzelbranchen – etwa aus dem Bildungs-, Gesundheits- oder Kreativbereich. Die Gruppe „nicht definiert“ liegt mit 25 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt, lässt sich jedoch inhaltlich nicht klar zuordnen und fließt daher nicht in die Branchenauswertung ein.(Bild:  Sevdesk)
In der Kategorie „Sonstiges“ (33 Prozent) finden sich zahlreiche Einzelbranchen – etwa aus dem Bildungs-, Gesundheits- oder Kreativbereich. Die Gruppe „nicht definiert“ liegt mit 25 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt, lässt sich jedoch inhaltlich nicht klar zuordnen und fließt daher nicht in die Branchenauswertung ein.
(Bild: Sevdesk)

Ein Blick auf die Branchen zeigt: Dienstleistung und Beratung liegen bei der Umstellung auf E-Rechnungen vorn. Rund 40 Prozent in diesem Segment haben bereits erste E-Rechnungen versendet – ein Wert, der ein klares Zeichen dafür ist, dass hier nicht nur digital gedacht, sondern auch gehandelt wird.

Überraschend dicht dahinter: das Handwerk mit 39 Prozent. Das zeigt: Auch in traditionelleren Branchen ist die digitale Rechnung angekommen – und der Wille zur Umstellung durchaus vorhanden. Weniger weit verbreitet ist die E-Rechnung im Handel (28 %), der damit im Vergleich eher zurückliegt. Ein Grund könnten komplexere Abrechnungssysteme oder größere Abhängigkeiten von externen Plattformen sein.

Selbstständige und die E-Rechnung

Mehr als ein Drittel der Selbstständigen hat keinen akuten Bedarf an Gebrauchtsoftware-Lizenzen.(Bild:  Sevdesk)
Mehr als ein Drittel der Selbstständigen hat keinen akuten Bedarf an Gebrauchtsoftware-Lizenzen.
(Bild: Sevdesk)

Die begleitende Umfrage unter Sevdesk-Kunden und qualifizierten Leads zeigt: Es ist nicht der Aufwand, der viele abhält – sondern Unsicherheit und das Gefühl, dank der Übergangsfristen noch genug Zeit zu haben. Die wichtigsten Gründe, warum viele Selbstständige nach eigener Angabe noch keine E-Rechnung nutzen:

  • Kein (akuter) Bedarf
  • Fehlende Informationen zur Umstellung
  • Zeitmangel
  • Technische Herausforderungen

14 Prozent berichten von „Herausforderungen“

Wer bereits gebrauchte Software im Einsatz hat, empfand den Umstieg in der Regel als unproblematisch.(Bild:  Sevdesk)
Wer bereits gebrauchte Software im Einsatz hat, empfand den Umstieg in der Regel als unproblematisch.
(Bild: Sevdesk)

Dabei zeigen die Erfahrungen der Umgestiegenen ein anderes Bild. So haben 86 Prozent derer, die bereits E-Rechnungen verschicken, den Umstieg als leicht oder sehr leicht empfunden. Nur 14 Prozent berichteten von Herausforderungen.

Hintergrund

Eckdaten zur Umfrage

Die Ergebnisse beruhen auf internen Produktdaten aus dem Zeitraum November 2024 bis März 2025 sowie auf einer repräsentativen Umfrage, die Sevdesk in KW 9 über den Newsletter an Bestandskunden und MQLs durchgeführt hat. Insgesamt beteiligten sich 879 Unternehmer an der Befragung.

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