IT-SECURITY MANAGEMENT & TECHNOLOGY Conference 2013 Der sichere Netzwerkzugang für 80.000 Anwender
Als Deutschlands größte Fernschule verwaltet das ILS die Daten von rund 80.000 Studienteilnehmern jährlich. IT-Leiter Thorsten Boek zeigt auf der IT-SECURITY MANAGEMENT und TECHNOLOGY Conference 2013, welches Sicherheitskonzept dahinter steht.
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ITB: Ist wirklich jeder Teilnehmer des ILS absolut sicher, wenn er seine persönlichen Daten bei Ihnen abgibt?
Boek: Das Thema Sicherheit unserer Kundendaten hat für das ILS einen sehr hohen Stellenwert. Das potenziell unsichere Internet mit seinen Herausforderungen und Gefahren ist für uns als Vertriebs- und Kommunikationskanal eine wichtige strategische Komponente. 90 Prozent unserer Interessenten nutzen das Internet für ihre Anfragen auf unserer Homepage. Für uns ist es daher sehr wichtig, dass die Besucher unserer Webseiten von Beginn an sicher sein können, dass ihre Daten nicht in falsche Hände geraten. Ist ein Interessent nach den Probestudienwochen, in denen er sein Fernstudium kostenlos testen kann, von unserem Angebot überzeugt, so wird aus dem Interessenten unser Kunde. Nun vergrößert sich der schützenswerte Teil der Daten noch einmal beträchtlich. Um den doch recht komplexen Anforderungen an eine sichere Datenspeicherung im Internet gerecht zu werden, haben wir schon vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit einem Security-Dienstleister unsere Websites umfangreich abgesichert.
ITB: Wie hoch ist der Anteil der Ausgaben für die Absicherung von Daten und Systemen innerhalb der IT bei Ihnen?
Boek: Eine sichere Umgebung gibt es leider nicht zum kleinen Preis, wie man sich denken kann. Einfache Schutzmaßnahmen, wie sie noch vor ein paar Jahren angewandt wurden, sind heute im Rahmen der automatisierten Angriffe so gut wie wirkungslos. Trotz aller Optimierungen in den letzten Jahren investieren wir hier jährlich einen sechsstelligen Betrag für die Absicherung und den Betrieb unserer Webfarm.
ITB: Welche Vorteile bringt eine Web Application Firewall als zentrale Lösung?
Boek: Programme und Systeme sind in der Regel sehr komplex und weisen mit der Zeit durchaus Lücken auf, die sich im Zusammenspiel der einzelnen Applikationen ergeben können. In Gesprächen mit unseren Entwicklern wurde uns schlussendlich klar, dass wir die Programme trotz einer möglichst regelmäßigen Code-Revision nie wirklich an allen Punkten sicher bekommen werden. Daher haben wir uns mit dem Security-Dienstleister und den Entwicklern für eine Lösung entschieden, die es uns ermöglicht, zentral eine Überprüfung des eingehenden und ausgehenden Datenstroms durchzuführen. Der Vorteil ist, dass ein zentrales Regelwerk auf alle übertragenen Daten Anwendung findet und so die Angriffe schon vor den eigentlichen Webservern und Datenbank-Servern erkannt und abgefangen werden können.
ITB: Müsste nicht jeder, der bei ILS etwas über Informatik lernt, auch gleichzeitig in den Grundlagen für IT-Security geschult werden?
Boek: Unsere Seminare sind im Grundlagenbereich so angelegt, dass man ohne Vorkenntnisse starten kann. Wir beginnen mit der Einrichtung einer entsprechenden Umgebung nach Best Praxis. Hier werden schon erste Fertigkeiten vermittelt, die auch schon zu den Grundlagen der IT-Security gezählt werden können. Einen weiterführenden Kurs in der Netzwerksicherheit kann man bei uns zusätzlich belegen.
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