Das Personalberatungsunternehmen 3C Das Handwerk der Head-Hunter
Der frühere Vorstandsvorsitzende von Ingram Macrotron, Michael Kaack, sucht als Personalberater für Unternehmen nach Fach- und Führungskräften. Entscheidend für den Suchprozess ist ein ausführliches Briefing. Passende Kandidaten versucht der Geschäftsführer des Münchener Personalberatungsunternehmens 3C mit einem persönlichen Gespräch zu überzeugen.
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Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Dennoch fehlt laut Michael Kaack, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens 3C, bei vielen Unternehmen die Bereitschaft, in die Ausbildung und angemessene Bezahlung von Mitarbeitern zu investieren. Der frühere General Manager des Distributors Ingram Micro erklärt im Gespräch mit IT-BUSINESS: „Vielen Leuten ist nicht klar, dass schlechter bezahlte Leute oft auch schlechter sind.“
Am schwersten zu finden seien gute Techniker: „Sicherheitslösungen sind mit mathematischen Formeln gespickt. Die erfolgreichsten Techniker, die ich kenne, haben Physik oder Mathe studiert.“ Das Interesse an diesen Studiengängen sei aber enorm gesunken – das macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.
Der Suchprozess
Das Hauptklientel der Personalberater bilden Hersteller. „Das Channel-Modell wird sich dahin entwickeln, dass Hersteller komplexe Softwarelösungen selbst verkaufen und managen. Im Vertrieb findet sich daher der höchste Mitarbeiterbedarf. “ Um diesen zu decken, bedarf es einer gezielten Suche. Diese beginnt mit einem ausführlichen Briefing dazu, welche Fähigkeiten für die Position wichtig sind. Danach recherchieren die Personalberater, welche Personen diese Aufgaben im Unternehmen XYZ erledigen. „Head-Hunting ist keine reine Abwerbeaktion“, so Kaack. „Gute Leute finden Sie nur mit einer klaren Überzeugungsstrategie. Ein höheres Gehalt reicht da als Anreiz nicht aus.“ Daher sei eine Direktansprache unabkömmlich: „Wir betreiben meist reine Kalt-Akquise.“ Pro Position werden 50-200 Kandidaten kontaktiert; davon werden zwischen 10-40 zum Interview eingeladen. „Wenn alles gut läuft, haben wir am Ende des Prozesses drei gute Kandidaten, die dem gewünschten Profil sehr nahe kommen.“ Wenn nicht – beginnt die Suche von vorne. „Im Gegensatz zu Job-Portalen sind wir Handwerker, die so suchen, wie es sich das Unternehmen vorstellt.“
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