Kaspersky-Umfrage Containerisierung birgt Sicherheitsrisiken

Von Lucas Schmidt 2 min Lesedauer

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90 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die über mehrere Standorte verfügen und Container oder Kubernetes nutzen, haben mit Cybersicherheitsvorfällen zu kämpfen. Die Kaspersky-Umfrage zeigt, worauf die Angriffe zurückzuführen sind.

Trotz vieler Vorteile geht Containerisierung mit einem Sicherheitsrisiko einher. Kaspersky zeigt, wie hoch die Risiken sind.(Bild:  KI-generiert / Midjourney)
Trotz vieler Vorteile geht Containerisierung mit einem Sicherheitsrisiko einher. Kaspersky zeigt, wie hoch die Risiken sind.
(Bild: KI-generiert / Midjourney)

Containerisierung erlaubt die zügige Bereitstellung und Erstellung komplexer Anwendungen, birgt aber auch Sicherheitsrisiken. Das belegt die Kaspersky-Umfrage „Managing geographically distributed businesses: challenges and solutions“. Demnach haben 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die über mehrere Standorte verfügen und Container oder Kubernetes nutzen, mit Cybersicherheitsvorfällen zu kämpfen.

Zurückführen lassen sich die Attacken laut Umfrage auf Konfigurationsfehler (33 %), späte Malware-Erkennung in Containern (29 %), zu viele Zugangsrechte (29 %) und auf Veröffentlichungen von Open-Source-Code (29 %). Weniger häufige Ursachen sind Fehler im Runtime-Sicherheitsprozess, unbefugter Zugriff auf Image-Register durch eine Drittpartei und Schwachstellen in Containern selbst. Weltweit waren etwas weniger Firmen (85 %) mit Sicherheitsvorfällen beschäftigt, deren Ursache in der Containerisierung zu finden ist. Der Hauptgrund bleibt jedoch auch weltweit der gleiche: Hierbei lassen sich sogar 34 Prozent der Attacken auf Konfigurationsfehler zurückführen. Ähnlich wie in Deutschland sind späte Malware-Erkennung (32 %) und zu viele Zugangsrechte (29 %) ebenfalls häufige Ursachen. Weltweit haben 32 Prozent mit Fehler im Runtime-Sicherheitsprozess zu kämpfen.

Cybersicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit Containern und Kubernetes stellen Unternehmen mit mehreren Standorten vor erhebliche Herausforderungen

Timofey Titkov, Head of Cloud & Network Security Product Line bei Kaspersky

Finanzielle Verluste als Folge

Die Umfrage geht auch auf die Folgen solcher Sicherheitsvorfälle für die Unternehmen ein. In Deutschland erlitten 42 Prozent der betroffenen Firmen finanzielle Verluste oder mussten in 32 Prozent der Fälle Unternehmensteile schließen. Weiter gaben 26 Prozent der Befragten an, mit dem Verlust sensibler Daten, verlorenem Kundenvertrauen und Personalentlassungen konfrontiert gewesen zu sein. Weltweit sieht es ein wenig anders aus: Hier hatten 39 Prozent mit dem Verlust sensibler Daten zu kämpfen. 38 Prozent erlitten finanzielle Verluste und 34 Prozent mussten sich mit verlorenem Kundenvertrauen auseinandersetzen.

Um containerisierte Anwendungen deshalb während ihres gesamten Lebenszyklus zu schützen, empfiehlt Kaspersky dedizierte Lösungen. Das kann laut Security-Experten als erster Schritt dienen, um komplexe DevSecOps- und CloudSec-Lösungen zu implementieren. Dieses Ökosystem versorge die Cloudinfrastruktur des Kunden mit umfassendem Schutz für Hosts, Virtual Machines, Cloud-Instanzen, Containern und Kubernetes und reduziere zusätzlich die Kosten und den Ressourcenverbrauch.

Methodik der Kaspersky-Umfrage

Kaspersky hat die globale Marktstudie „Managing geographically distributed businesses: challenges and solutions“ in Auftrag gegeben. Die Forscher befragten dafür 1.000 Entscheidungsträger aus dem Bereich Netzwerk- und Informationssicherheit. 30 Prozent von ihnen waren aus APAC, 25 Prozent aus Amerika, 20 Prozent aus Europa, 20 Prozent aus META und 5 Prozent aus Russland.

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