Der Cybersecurity-Anbieter und der Chip-Hersteller weiten ihre im März geschlossene Kooperation aus. Gemeinsam sollen die Schlüsselbereiche Absicherung der KI-Cloud-Infrastruktur, leistungsstarke Firewalls und Netzwerksicherheit vorangetrieben werden.
Nvidia und Check Point weiten ihre Kollaboration aus. Die Erweiterung soll als Ansatz für moderne Cybersicherheitsherausforderungen im KI-Zeitalter dienen.
(Bild: KI-generiert/midjourney)
Check Point und Nvidia erweitern ihre Partnerschaft. Die Kollaboration umfasst nun drei Schlüsselbereiche: Dazu gehört erstens die Absicherung der KI-Cloud-Infrastruktur auf Basis der Nvidia BlueField Data Processing Units (DPUs), um Unternehmen bei der sicheren Entwicklung und Bereitstellung von generativen KI-Anwendungen zu unterstützen. Zweitens leistungsstarke Firewalls durch den Einsatz der Nvidia-ConnectX-Hochgeschwindigkeits-Netzwerkplattform für Firewall-Inspektionen und drittens die Verwendung intelligenter Switches auf Basis der Nvidia-Spectrum-Plattform, um On-premises-Netzwerksicherheit in skalierbaren Cloud-Umgebungen zu ermöglichen. Darüber hinaus sei für Kunden, durch die Erfahrung von Check Point im Bereich Bedrohungsabwehr, kombiniert mit den Accelerated-Computing-Plattformen von Nvidia, auch in dynamischen Netzwerkumgebungen Sicherheit gewährleistet.
Absicherung der KI-Cloud-Infrastruktur
Laut des Check Point Cloud Security Report 2024 stellt die Absicherung der Cloud eine große Herausforderung für viele Unternehmen dar. Da Firmen verstärkt auf KI setzen und der Großteil des KI-Trainings in der Cloud stattfindet, ist die Sicherung der KI-Cloud-Infrastruktur von entscheidender Bedeutung. Tendenz steigend, da jede Unterbrechung des Cloud-Datenverkehrs sich auf die Entwicklung und Implementierung von KI-Anwendungen auswirkt.
Herkömmliche Cloud-Sicherheitslösungen reichen nicht aus, um Bedrohungen über Multi-Cloud-, On-Premises- oder Edge-Workloads hinweg abzuwehren. Als Antwort auf diese Sicherheitsherausforderungen erfüllt Check Point AI Cloud Protect die dynamischen Sicherheitsanforderungen der KI-Ära. Check Point hat dadurch eine einfache Bereitstellung und Anpassungsfähigkeit entwickelt und bietet sofort einsatzbereite Sicherheit, kombiniert mit Leistungsfähigkeit der KI. Durch den Einsatz auf der Nvidia BlueField-3-DPU-Plattform und dem Nvidia DOCA SoftwareFramework lässt sich AI Cloud Protect in Nvidias KI-beschleunigte Rechenzentren integrieren und bietet so Schutz gegen KI-spezifische Bedrohungen. Damit wird Sicherheit gewährleistet ohne die KI-Leistung zu beeinträchtigen, beispielsweise die Abwehr von Modellinversionen oder Modelldiebstahl. Auch die Effizienz und Skalierbarkeit sind laut Check Point optimiert.
Leistungsstarker Firewall-Boost
Als zweiten Schlüsselsektor der erweiterten Zusammenarbeit sehen beide Unternehmen leistungsstarke Firewalls. Um diese zu realisieren nutzen die Quantum Force Security Gateways von Check Point die jüngsten ConnectX-7 Netzwerkkarten (NICs) von Nividia. Diese modularen NICs bieten softwaredefinierte, hardwarebeschleunigte Firewall-Paketverarbeitung über 40/100G-Ports, die mit Line-Rate-Durchsatz arbeiten. Dadurch können Quantum Force Security Gateways einen Firewall-Durchsatz von bis zu 1.400 Gbps (1,4 Tbps) in einer einzigen Appliance erreichen, was einer Verzehnfachung gegenüber nicht beschleunigten Lösungen entspricht. Darüber hinaus bieten die Check Point Security Gateways die doppelte Leistung und Port-Dichte bei branchenweit niedrigstem Stromverbrauch.
Zusätzlich sind diese Fortschritte der Schlüssel zum Management immenser, kontinuierlicher Datentransfers, die ansonsten die gesamte Netzwerkleistung beeinträchtigen können. Unternehmen und Cloud-Betreiber können somit ihren internen Datenverkehr mit extrem hoher Geschwindigkeit sichern und segmentieren. Auch riesige VM-Migrationen und Backups im Terabyte-Bereich können in Minuten statt in Stunden durchgeführt werden. Weiter können Unternehmen mit latenzempfindlichen Anwendungen hochvolumige Transaktionen, einschließlich dem Hochfrequenzhandel, mit Geschwindigkeiten von mehreren 100 Gbit/s sichern und dabei eine extrem niedrige Latenz von weniger als zwei Mikrosekunden beibehalten.
On-premises-Netzwerksicherheit für Cloud-Umgebungen
Den dritten Schlüssel der Kooperation stellt die Netzwerksicherheit dar. Um diese On-premises für Cloud-Umgebungen zu ermöglichen, lässt sich der intelligente Firewall-Cluster Quantum Maestro Orchestrator in Nvidias Spectrum-basierte Ethernet-Switch-Plattformen integrieren. Dieses Design bietet eine kritische Netzwerksicherheits-Skalierbarkeit von bis zu 1.000 Gbps (1 Tbps) erweitertem Sicherheitsdurchsatz, in einem laut Check Point zu 99,999 Prozent ausfallsicherem System. Zusätzlich ermöglicht die Integration, dass das Sicherheitsbetriebssystem Gaia von Check Point direkt auf den Switches (Orchestratoren) betrieben werden kann. Das Ergebnis ist eine Kombination aus Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Switch-Konnektivität auf Datenebene und einem Sicherheitsbetriebssystem, das auf Hochleistungsanwendungen zugeschnitten ist. Kompromisse bezüglich der vollständigen Layer 1-7 Deep Packet Inspection für Zero-Day-Schutz gibt es ebenfalls nicht.
Stand: 08.12.2025
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Die Zusammenarbeit beider Firmen gehe laut Check Point aber über die bloße Integration der Lösungen in den Schlüsselbereichen hinaus. Viel mehr sei sie ein Ansatz für moderne Cybersecurity-Herausforderungen im KI-Zeitalter.