Vier Säulen und drei Übernahmen Check Point präsentiert neue KI-Sicherheitsstrategie

Von Mihriban Dincel und Natalie Forell 3 min Lesedauer

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Check Point stellt eine neue Vier-Säulen-Strategie zur Absicherung der KI-Transformation vor. Die Plattform des Cybersecurity-Anbieters soll in bei KI-Agentensicherheit, Exposure Management und MSP-Schutz gestärkt werden – unter anderem durch Übernahmen.

Check Point hat eine Vier-Säulen-Strategie vorgestellt mit den Schwerpunkten Hybrid Mesh Network Security, Workspace Security, Exposure Management und KI-Sicherheit. (Bild:  Canva / KI-generiert)
Check Point hat eine Vier-Säulen-Strategie vorgestellt mit den Schwerpunkten Hybrid Mesh Network Security, Workspace Security, Exposure Management und KI-Sicherheit.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Check Point Software Technologies hat eine neue Vier-Säulen-Strategie vorgestellt, die Unternehmen bei der sicheren Navigation durch die KI-Transformation unterstützen soll. Drei strategische Übernahmen unterstreichen die Umsetzung dieser Vision und erweitern die Plattform des Cybersecurity-Anbieters.

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Unternehmensabläufe, sondern auch die Bedrohungslandschaft. Check Point strebt daher eine einheitliche, präventionsorientierte Plattform an, um moderne Unternehmensumgebungen umfassend abzusichern.

Roi Karo, Chief Strategy Officer bei Check Point, erklärt: „Da KI die Arbeitsweise von Unternehmen und die Entwicklung von Bedrohungen verändert, muss auch die Sicherheit grundlegend überdacht werden.“

Die Komplexität und Frequenz der Cyberangriffe ist durch Künstliche Intelligenz enorm gestiegen. Dadurch entsteht eine komplett neue Angriffsfläche (Attack Surface), wie Lothar Geuenich, Vice President Central Europe von Check Point, betont. Und diese gilt es auch entsprechend abzusichern.

Check Point versucht dies mit zwei wichtigen Vorgehensweisen:

Lothar Geuenich, VP Central Europe von Check Point (Bild:  Check Point)
Lothar Geuenich, VP Central Europe von Check Point
(Bild: Check Point)

  • 1. Prevention first: Für den Präventions-Ansatz nutzt der Sicherheitsanbieter die eigene globale Datenbasis. „Weltweit nutzen mindestens 100.000 Kunden Check Point,“ erklärt Geuenich. „Eine Attacke trifft relativ schnell auf eine Check Point-Lösung, und wir analysieren diese Daten durchgehend.“ Bei erkannten Angriffen hat Check Point so die Chance, eine Verteidigung abzuleiten, so dass Angriffe frühzeitig abgewehrt werden können.
  • 2. Securing what's next: Auf die Frage „Was kommt als nächstes?“ hat Check Point selbst zwar auch keine Antwort, aber wer kann schon wissen, wo welcher Angriff als nächstes kommt. Trotzdem versucht der Anbieter sicherzustellen, dass Kunden im Notfall schnell reagieren können. Dafür entwickelte das Unternehmen die Vier-Säulen-Strategie.

Vier zentrale Sicherheitsbereiche

Die Strategie basiert auf vier Säulen, die aktuelle Unternehmensanforderungen widerspiegeln:

  • Hybrid Mesh Network Security verspricht verteilten Unternehmen Schutz über Hybrid-Clouds, Rechenzentren, Filialnetzwerke und Internetumgebungen durch eine einheitliche, KI-gestützte Architektur.
  • Workspace Security sichert den digitalen Arbeitsbereich ab, einschließlich Endgeräten, Browsern, E-Mail, SaaS-Anwendungen und Kollaborationsplattformen, in denen Nutzer zunehmend mit KI interagieren.
  • Exposure Management bietet umfassende Transparenz über Angriffsflächen und ermöglicht Risikopriorisierung basierend auf Geschäftskontext statt isolierter Warnungen.
  • KI-Sicherheit soll den gesamten Lebenszyklus der KI-Transformation, von der Mitarbeiternutzung über Unternehmensanwendungen bis zu autonomen KI-Agenten, schützen.

Diese Funktionen werden über Check Points offenen Plattformansatz, das „Open Garden”-Modell bereitgestellt.

Bereits im vergangenen Jahr tätigte Check Point die Übernahme von Verity, auf welchem das „Open Garden“-Modell basiert. Dabei geht es darum, dass die Kunden neben Checkpoint oft noch weitere Projekte laufen haben, bei denen unterschiedliche Anbieter eingesetzt werden. Durch die Übernahme konnte Checkpoint eine Schnittstellen-API in das Exposure Management integrieren. „Wir können jetzt auch die Bedrohungslagen von Systemen anderer Anbieter monitoren. Wir können sie nicht managen, aber wir können sie monitoren,“ so Geuenich. So sollen auch Multi-Vendor-Umgebungen mit der Checkpoint-Plattform präventiv überwacht werden können.

Roi Karo, Chief Strategy Officer bei Check Point(Bild:  www.talshahar.com)
Roi Karo, Chief Strategy Officer bei Check Point
(Bild: www.talshahar.com)

Unsere Vier-Säulen-Strategie bietet einen klaren Rahmen, um Netzwerke, Arbeitsbereiche, Exposure Management und KI-gesteuerte Umgebungen als einheitliche Plattform zu sichern.

Roi Karo, Chief Strategy Officer bei Check Point

Drei Akquisitionen stärken Plattform

Zur Umsetzung der Strategie hat Check Point drei Unternehmen übernommen: Cyata, Cyclops und Rotate.

Cyata wurde 2024 von Shahar Tal, Baruch Weitzman und Dror Roth gegründet. Es bietet eine Plattform für das Identitätsmanagement von KI-Agenten. Diese ermöglicht Unternehmen, aktive KI-Agenten zu erkennen, Berechtigungen zuzuordnen, Verhaltensweisen zu überwachen und automatisierte Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen.

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Cyclops Security, 2021 von Eran Zilberman, Elly Guetta und Biran Franko gegründet, stellt eine Plattform für das Management der Angriffsfläche von Cyber-Assets bereit. Diese konsolidiert Daten aus verschiedenen Umgebungen, um umfassende Asset-Sichtbarkeit und Risikopriorisierung zu ermöglichen.

Bei Rotate handelt es sich um eine speziell für Managed Service Provider entwickelte All-in-One-Plattform, die zentralisierten Schutz über verteilte Belegschaften und SaaS-Umgebungen verbessern soll.

Karo zufolge würden die Akquisitionen die Vision Check Points unterstreichen, Kunden bei der sicheren KI-Transformation zu unterstützen.

Andreas Kersting, Head of Channel DACH bei Check Point(Bild:  Check Point)
Andreas Kersting, Head of Channel DACH bei Check Point
(Bild: Check Point)

Für die Umsetzung der KI-Sicherheitsstrategie setzt Check Point vollständig auf Partner. „Wir sind 100 Prozent Channel-orientiert. Das heißt, wir machen unser Geschäft wirklich ausschließlich über unsere Channel-Partner und Distributoren,“ fasst Andreas Kersting, Channel Sales Director bei Check Point zusammen.

Das Vertriebsteam ist dabei in zwei Sektionen aufgeteilt: 25 Vertriebsmitarbeiter für den Public-Sektor und 25 Vertriebsmitarbeiter für den Enterprise-Sektor. Bei Public-Bereich sind die Mitarbeitenden in drei Teams aufgeteilt: Government und Defense, föderale Kunden wie Bundesländer und Gemeinden sowie Healthcare und Bildung.

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