Chatbot mit Gedächtnis ChatGPT kann sich bald Wissen über Nutzer merken

Von dpa-AFX 1 min Lesedauer

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Der Chatbot ChatGPT wird sich künftig Informationen über seine Nutzer merken können. Bis alle von der neuen Fähigkeit profitieren können, dürfte es allerdings dauern: Die Funktion wird zunächst im kleinen Kreis getestet.

So könnte es künftig im „Gehirn“ von ChatGPT aussehen: Der Chatbot bekommt eine Gedächtnis-Funktion und kann sich auf Wunsch Informationen über den User merken.(Bild:  Kishore Newton - stock.adobe.com)
So könnte es künftig im „Gehirn“ von ChatGPT aussehen: Der Chatbot bekommt eine Gedächtnis-Funktion und kann sich auf Wunsch Informationen über den User merken.
(Bild: Kishore Newton - stock.adobe.com)

Mit der Gedächtnis-Funktion würde sich ChatGPT zum Beispiel daran erinnern, dass man eine Tochter habe, die Quallen mag, erläuterte die Entwicklerfirma OpenAI. Bittet man den Chatbot dann, eine Geburtstagskarte für das Kind zu entwerfen, könnte eine Qualle mit Partyhut auf dem Bild sein.

Damit ChatGPT sich künftig ganz sicher Informationen über Nutzer merkt, können sie den Chatbot darum bitten. Zugleich kann die Software selbst versuchen, Wissen über die Nutzer aus Unterhaltungen mit ihr herauszupicken. „Das Gedächtnis von ChatGPT wird besser, je mehr man es nutzt“, betonte OpenAI.

Vorsichtsmaßnahmen

Die Funktion kann zugleich neue Ängste auslösen, dass Software zu viel über ihre Nutzer wisse. OpenAI will Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. So merkt sich ChatGPT empfindliche Informationen etwa mit Bezug zur Gesundheit nicht automatisch – sondern nur auf Bitten der Nutzer.

Auch kann man abfragen, was die Software über einen weiß – und alle oder einzelne Angaben löschen. Die Gedächtnis-Funktion soll den Chatbot nützlicher machen. Für Unterhaltungen ohne Personalisierung gibt es temporäre Chats. Die Informationen daraus werden auch nicht zum weiteren Anlernen der Software verwendet. Die Gedächtnis-Funktion kann zudem komplett ausgeschaltet werden.

Einsatz in Unternehmen

Nutzen für die Erinnerungs-Fähigkeit sieht OpenAI auch beim Einsatz in Unternehmen. So könne sich die Software merken, in welchem Format man am liebsten Zusammenfassungen von Treffen auf der Arbeit bekomme. Oder sie könne sich merken, in welchem Stil man seine Texte schreibt und diesen bei Formulierungsvorschlägen anwenden.

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