Broadcom Umsatzsteigerung Broadcom profitiert weiter vom KI-Boom

Von dpa 2 min Lesedauer

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Der Chipkonzern profitiert massiv vom KI-Boom. Der Umsatz mit KI-Produkten dürfte im bis Ende Januar laufenden ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres um 65 Prozent zulegen und damit das allgemeine Halbleiterwachstum von geschätzten 10 Prozent deutlich übertreffen.

Der KI-Hype hat bei Broadcom zu einem beachtlichen Umsatzanstieg im laufenden Geschäftsjahr geführt.(Bild:  torjrtrx - stock.adobe.com / KI-generiert)
Der KI-Hype hat bei Broadcom zu einem beachtlichen Umsatzanstieg im laufenden Geschäftsjahr geführt.
(Bild: torjrtrx - stock.adobe.com / KI-generiert)

Broadcom profitiert ähnlich wie Nvidia stark vom KI-Hype. Der Chipriese rechnet weiterhin mit einem starken Wachstum der Geschäfte rund um Künstliche Intelligenz (KI). Der Umsatz mit KI-Produkten dürfte im bis Ende Januar laufenden ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres um 65 Prozent zulegen und damit das allgemeine Halbleiterwachstum von geschätzten 10 Prozent deutlich übertreffen, erklärte die Unternehmensführung am Donnerstagabend in einer Telefonkonferenz nach der Vorlage der Resultate des abgelaufenen Geschäftsjahres. Zudem werde der zugängliche Markt für KI-Komponenten, die Broadcom für Betreiber von Rechenzentren entwickelt, bis zum Geschäftsjahr 2027 auf bis zu 90 Milliarden US-Dollar wachsen. Für die Aktien des Zulieferers von Apple und anderen Tech-Konzernen zeichnete sich am Freitag ein Rekordhoch ab.

Die hohen Investitionen von Techunternehmen in Datenzentren sind notwendig, um die für große KI-Sprachmodelle notwendige Datenflut verarbeiten zu können und neue Geschäftsmodelle auf KI-Basis aufzubauen. Broadcom-Chef Hock Tan sagte in diesem Zusammenhang auch, dass zwei neue „Hyperscaler-Kunden“ gewonnen worden seien.

Umsatzsteigerung von 44 Prozent

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 steigerte Broadcom den Umsatz um 44 Prozent auf 51,6 Milliarden US-Dollar (49,2 Mrd. Euro). Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um gut 37 Prozent auf 31,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer Marge von rund 62 Prozent.

Das Nettoergebnis fiel allerdings von 14,1 auf 5,9 Milliarden US-Dollar, was auch an höheren Abschreibungen im Zusammenhang mit früheren Übernahmen, höheren Forschungs- und Entwicklungskosten sowie an gestiegenen Zinsaufwendungen und Steuereffekten lag.

Für das laufende erste Quartal strebt die Konzernführung einen Umsatz von rund 14,6 Milliarden US-Dollar sowie eine operative Marge von rund 66 Prozent an.

Kurssprung zu neuer Bestmarke

Die Broadcom-Papiere legten am Freitagvormittag auf der Handelsplattform Tradegate umgerechnet auf gut 205 US-Dollar zu. Nachdem Kursanstiege seit Juni immer wieder im Bereich etwas unter 190 US-Dollar gebremst worden waren, würde das im US-Haupthandel den Ausbruch nach oben sowie eine neue Bestmarke bedeuten.

Der Kursgewinn im laufenden Jahr würde damit auf fast 85 Prozent anwachsen und der Börsenwert des Konzerns auf fast eine Billion US-Dollar zulegen. Diesen Wert knacken würde Broadcom bei einem Kurs von etwas mehr als 214 US-Dollar. Es wäre dann das aktuell achte US-Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung über dieser runden Marke.

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