Trendbericht Bildungsurlaub 2025 Bildungsurlaub erstmals mit über einer Million Teilnehmenden

Quelle: bildungsurlauber.de 1 min Lesedauer

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Viele Arbeitnehmende haben einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub. Die Zahl der Nutzer von anerkannten Weiterbildungsmaßnahmen steigt zwar an, doch viele nehmen diesen Anspruch immer noch nicht wahr.

Laut dem Trendbericht nehmen mehr Frauen als Männer ihren Anspruch auf Bildungsurlaub wahr. (Bild: ©  olezzo - stock.adobe.com)
Laut dem Trendbericht nehmen mehr Frauen als Männer ihren Anspruch auf Bildungsurlaub wahr.
(Bild: © olezzo - stock.adobe.com)

Immer mehr Beschäftigte interessieren sich für Bildungsurlaub – doch nur wenige nutzen ihren gesetzlichen Anspruch. Das zeigt der aktuelle Bildungsurlaub Trend Bericht 2025 der Plattform Bildungsurlauber.de. Demnach nahmen 2024 erstmals über eine Million Menschen an anerkannten Weiterbildungsmaßnahmen teil. Gegenüber 2010 hat sich die Nachfrage damit mehr als verdoppelt. Dennoch bleibt die Nutzung im Verhältnis niedrig: Nur 7 Prozent der Anspruchsberechtigten greifen tatsächlich auf Bildungsurlaub zurück.

Was ist Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub ist ein gesetzlich verankerter Anspruch für Arbeitnehmende in 14 Bundesländern (nicht Bayern und Sachsen), der ihnen ermöglicht, sich für Weiterbildungsmaßnahmen freistellen zu lassen – in der Regel bis zu fünf Tage pro Jahr. Die Weiterbildung muss als „Bildungsurlaub“ anerkannt sein. Der Lohn wird während dieser Zeit vom Arbeitgebenden weitergezahlt. Ziel ist es, lebenslanges Lernen zu fördern und die persönliche sowie berufliche Entwicklung zu unterstützen.

Besonders gefragt sind Seminare zu Gesundheit (55 %), persönlicher Entwicklung (43 %) sowie Yoga und Sport (34 %). Fachliche Weiterbildung hingegen bleibt ein Nischenthema, heißt es weiter. Regional liegen Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen vorne, während die Stadtstaaten relativ zur Bevölkerungszahl herausstechen. Bayern bleibt weiterhin ohne gesetzliche Regelung, Sachsen plant eine Einführung ab 2027.

„Das Interesse an selbstbestimmter Weiterbildung wächst – besonders bei jungen Beschäftigten. Aber viele kennen ihren Anspruch nicht oder scheitern an der Bürokratie“, sagt Anian Schmitt, Geschäftsführer von Bildungsurlauber.de. DGB-Vize Elke Hannack fordert zudem mehr Einheitlichkeit zwischen den Bundesländern: „Bildungszeit ist Zukunftszeit – gerade in einer Arbeitswelt, die sich rasant verändert. Ich freue mich, dass der Bildungsurlaub immer beliebter wird. Damit das so bleibt, müssen die Regelungen der Bundesländer einheitlicher werden und wichtige Themen wie Teilhabe und politische Bildung endlich überall abdecken.“

Der Trendbericht ist auf der Website von Bildungsurlauber.de verfügbar.

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