Frauen in der IT Bechtle pusht Frauenkarrieren mit Stipendien

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Mit dem Programm „Female Upgreat“ startet die Bechtle Stiftung ein Stipendienprogramm zur Förderung von Mädchen und Frauen in der IT. Mit Mentoring, Trainings, Netzwerken und finanzieller Unterstützung sollen Teilnehmerinnen bis zu 15 Jahre lang begleitet werden.

Die Bechtle Stiftung möchte Frauen in der IT frühzeitig fördern und langfristig begleiten.(Bild:  Midjourney/ KI-generiert)
Die Bechtle Stiftung möchte Frauen in der IT frühzeitig fördern und langfristig begleiten.
(Bild: Midjourney/ KI-generiert)

Die Bechtle Stiftung startet mit „Female Upgreat“ (FEAT) ihr erstes Stipendienprogramm, um Mädchen und Frauen im IT-Bereich langfristig zu fördern. Von Berufsorientierung bis Karrieremanagement bietet das Programm Mentoring, Trainings, Netzwerkevents und finanzielle Unterstützung. Ziel ist, Frauen für IT-Karrieren möglichst früh zu gewinnen und sie bis zu 15 Jahre in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Mit der Schirmherrschaft von Karin Schick und der Unterstützung von Antje Leminsky, COO der Bechtle AG, wird das Programm durch die Gerhard und Ilse Schick Stiftung unterstützt. Langfristig soll FEAT von Deutschland auf Europa ausgeweitet werden. Ziel ist es, mehr Frauen in Führungsrollen zu bringen und Gleichberechtigung sowie wirtschaftlichen Erfolg voranzutreiben.

Frauen in der IT stark unterrepräsentiert

„Während in der Schule noch 70 Prozent aller Mädchen ein Interesse an Technik und IT zeigen, wählen nur sieben Prozent von ihnen nach dem Abschuss einen IT-Beruf. Der Anteil von Frauen in Informatik-Studiengängen liegt bei lediglich 20 Prozent. Deshalb ist es wichtig, Mädchen und Frauen möglichst früh zu fördern, damit sie ihre individuellen Interessen und Talente entdecken und entfalten können“, erklärt Julia Loza Roger, Geschäftsführerin der Bechtle Stiftung.

Verena Eberler und die Geschäftsführerin der Bechtle Stiftung, Julia Loza Roger (r.)(Bild:  Bechtle)
Verena Eberler und die Geschäftsführerin der Bechtle Stiftung, Julia Loza Roger (r.)
(Bild: Bechtle)

Zusammen mit ihrer Kollegin Verena Eberler, arbeitet die studierte Organisationspsychologin daran, mehr Frauen in gleichberechtigte und wirkungsvolle Positionen in der IT-Branche zu bringen, in der sie noch stark unterrepräsentiert sind. „Der Frauenanteil in deutschen IT-Unternehmen liegt aktuell bei lediglich 18 Prozent. Nur 22 Prozent der Führungskräfte sind weiblich“, so Julia Loza Roger. Die IT-Branche ist nach wie vor eine Männerdomäne.

Frühzeitige Förderung

Das Stipendienprogramm startete bereits mit einer Bewerbungsphase für Schülerinnen, Studentinnen und Auszubildende. Berufseinsteigerinnen, Führungskräfte und Expertinnen folgen im nächsten Jahr. Das Auswahlverfahren umfasst mehrere Stufen: von Bewerbungsunterlagen und digitalem Assessment über Motivationsfragen bis hin zu Video-Interviews für Studentinnen. Voraussetzungen sind Eigenengagement, Begeisterung und Kommunikationsstärke, ergänzt durch gute schulische oder berufliche Leistungen oder soziales Engagement.

Die Förderung beginnt früh, ab Klasse 9 an Schulen mit mittlerem Bildungsabschluss und ab Klasse 11 an Gymnasien. Zielgruppen sind außerdem Auszubildende in technischen oder kaufmännischen IT-Berufen sowie Studentinnen in IT- oder wirtschaftsnahen Studiengängen. Bewerbungsphasen werden in einem 12- bis 36-Monats-Rhythmus kontinuierlich angeboten. In einem Alumnae-Netzwerk sollen Teilnehmerinnen nach der eigenen Förderung weiter Teil einer starken Community bleiben und ihre Erfahrungen an jüngere Generationen weitergeben. Die Dauer der Unterstützung beträgt 15 Jahre und wird in diesem Zeitraum regelmäßig erneut geprüft.

Diversität lohnt sich

Dass sich diverse Führungsteams auch wirtschaftlich lohnen, zeigte im März eine Untersuchung von McKinsey.

Antje Leminsky, COO bei Bechtle, ist Patin des Programms.(Bild:  Bechtle)
Antje Leminsky, COO bei Bechtle, ist Patin des Programms.
(Bild: Bechtle)

Europäische Unternehmen mit diversen Führungsteams sind laut der Studie „Diversity Matters Even More“um über 60 Prozent wahrscheinlicher überdurchschnittlich profitabel. Antje Leminsky, COO von Bechtle und Patin des Programms, betont: „Das zeigt, wie wichtig die Förderung von Frauen in Führungsrollen ist, nicht nur aus ethischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht.“ Aus eigener Erfahrung als Frau im Topmanagement weiß sie, wie bedeutsam Rückhalt und Bestärkung auf diesem Weg sind.

Schirmherrin Karin Schick, Gerhard und Ilse Schick Stiftung(Bild:  (C) 2022 Matt Stark, www.mattstark.de)
Schirmherrin Karin Schick, Gerhard und Ilse Schick Stiftung
(Bild: (C) 2022 Matt Stark, www.mattstark.de)

Auch die Schirmherrin des Stipendienprogramms, Karin Schick, unterstreicht: „Die Förderung junger, talentierter Frauen über die unterschiedlichen Lebensphasen hinweg bis hinein in Spitzenpositionen ist ein anspruchsvolles, lohnenswertes Ziel, das wir sehr gern begleiten.“

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