Bechtle Q3 2024 Bechtle bleibt optimistisch

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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Trotz unverändert schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bleibt die Geschäftsentwicklung von Bechtle verhalten optimistisch. Während in Deutschland und Frankreich weiterhin Investitionszurückhaltung herrscht, konnte der Dienstleister in anderen europäischen Ländern wachsen.

Bechtle wächst trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auch im 3. Quartal 2024.(Bild:  Bechtle)
Bechtle wächst trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auch im 3. Quartal 2024.
(Bild: Bechtle)

Die Geschäftsentwicklung der Bechtle AG stand auch im dritten Quartal 2024 unter dem Eindruck unverändert schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Regional zeigte sich dabei ein sehr differenziertes Bild. In den beiden wichtigsten Märkten, in Deutschland und Frankreich herrschen Verunsicherung und Investitionszurückhaltung. In anderen europäischen Ländern konnte Bechtle hingegen organisch wachsen. Insgesamt blieb das Geschäftsvolumen mit einem Minus von 1,1 Prozent leicht hinter dem Vorjahr zurück. Der Umsatz stieg dagegen um 2,2 Prozent auf 1.511,3 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag bei 78,6 Millionen Euro und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 93,9 Millionen Euro. Die EBT-Marge ging von sehr guten 6,3 Prozent auf 5,2 Prozent zurück.

Das Geschäftsvolumen im Inland ging im dritten Quartal um 8 Prozent zurück. Grund dafür war laut Bechtle ein großvolumiges Softwareprojekt, das sich positiv auf das Vorjahresquartal ausgewirkt hatte. Ein vergleichbarer Effekt blieb in diesem Jahr aus. International konnte Bechtle beim Geschäftsvolumen mit 10,7 Prozent hingegen sehr deutlich zulegen. Auch organisch lag das Wachstum bei beachtlichen 8,8 Prozent. Insbesondere die Gesellschaften in Österreich und der Schweiz sowie in Belgien und Großbritannien haben sich dem Bericht zufolge sehr positiv entwickelt. „Insgesamt war der Geschäftsverlauf im dritten Quartal für uns nicht zufriedenstellend. Weiterhin fehlen die Nachfrageimpulse unserer mittelständischen Kunden vor allem in den beiden wichtigsten Ländermärkten Deutschland und Frankreich. Sehr erfreulich entwickeln sich hingegen unsere internationalen Gesellschaften – das ist auch eine Bestätigung unserer europäischen M&A-Strategie,“ so Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender bei Bechtle.

Kostendruck belastet Ergebnis

Das Vorsteuerergebnis in diesem Jahr konnte das sehr hohe Niveau des Vorjahrs nicht halten. Zwar hat sich der Materialaufwand nur unterproportional zum Umsatz entwickelt. Belastend wirkten sich aber ein Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie unter anderem akquisitionsbedingt gestiegene Personalkosten und höhere Abschreibungen aus.

Sehr positiv entwickelt habe sich aber erneut der operative Cashflow. Er lag nach den ersten neun Monaten 2024 bei 289,4 Millionen Euro (Vorjahr: 190,2 Mio. Euro) und verbesserte sich damit um fast 100 Millionen Euro. Nach wie vor auf sehr hohem Niveau lag der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte. Außerdem wirkte sich der geringere Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum positiv aus. Der Free Cashflow zeigte mit 196,0 Millionen Euro ein noch deutlicheres Plus (Vorjahr: 28,9 Mio. Euro).

Moderater Mitarbeiterzuwachs

Die Zahl der Mitarbeitenden an den europaweit über 120 Standorten hat sich bei Bechtle um 768 Personen erhöht. Dabei kamen rund 70 Prozent der neuen Kollegen über Akquisitionen zu Bechtle. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, starteten zum Ausbildungsstart im September 2024 286 Auszubildende und dual Studierende ihre Karriere bei Bechtle. So befinden sich derzeit 890 junge Menschen bei dem IT-Dienstleister in Ausbildung.

Zuversicht bleibt

Auch im dritten Quartal blieben bei Bechtle Projekte zur Erneuerung der klassischen IT-Infrastruktur bei vielen mittelständischen Kunden aus. Die anhaltend belastenden konjunkturellen Rahmenbedingungen und hohen Unsicherheiten bezüglich der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung veranlassten den Vorstand, die im Juli angepasste Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr zurückzunehmen. „Nach der Ergebnisentwicklung im bisherigen Jahresverlauf und der auch im dritten Quartal ausgebliebenen konjunkturellen Erholung, ist ein Erreichen der angepassten Prognose aus unserer Sicht nicht mehr realistisch. Nach wie vor gehen wir jedoch von einer Verbesserung der Geschäftsentwicklung im vierten Quartal 2024 aus, die auch durch unser Geschäft mit den öffentlichen Kunden gestützt werden sollte“, sagt Dr. Olemotz.

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