Zurück ins Büro – der Großteil der Angestellten und Arbeitgeber in Deutschland findet an diesem Gedanken Gefallen. Das zeigt die EU-Hybrid-Work-Studie von Cisco. Die Anforderungen an den Arbeitsplatz haben sich jedoch geändert. Von den meisten Büros kann man das nicht behaupten.
Durch ein offenes Raumdesign können Beschäftigte leichter miteinander interagieren, Ideen austauschen und eine stärkere Gemeinschaft bilden.
Wie die EU-Hybrid-Work-Studie von Cisco ergeben hat, stehen drei von vier Mitarbeitern einer Rückkehr ins Büro positiv gegenüber (Deutschland: 72 %, Europa: 74 %). Allerdings haben sich die Ansprüche an die Arbeitsumgebung verändert. Nur 38 Prozent der deutschen Arbeitnehmer und 37 Prozent der Arbeitgeber (Europa: 37 % / 32 %) glauben, dass die Büroräume den Bedürfnissen für hybrides Arbeiten gerecht werden. Obwohl beide Seiten die Rückkehr ins Büro wünschen, ist das Büro noch nicht bereit für sie.
„Wenn Mitarbeitende wieder in das Büro kommen sollen, müssen diese Orte Magnete werden und keine Verpflichtung. Wir sehen leider, dass das noch nicht ausreichend der Fall ist in Deutschland. Oft wird aktuell auf Anwesenheit verpflichtet, ohne den Ort attraktiver zu machen. „Back to Office“ wird nur in einer Balance erfolgreich sein, die auch die Bedürfnisse der Mitarbeitenden berücksichtigt“, sagt Anton Döschl, verantwortlich für Hybrid Work bei Cisco Deutschland.
Die Hauptgründe für eine Rückkehr in das Büro sind für Arbeitnehmer in Deutschland die Interaktion mit Kollegen (74 %, Europa: 74 %), Zusammenarbeit im Team (72 %, Europa: 71 %) und das Zusammengehörigkeitsgefühl (60 %, Europa: 46 %). Von den befragten Arbeitgebern schreiben europaweit 73 %, in Deutschland sogar 84 Prozent eine vollständige oder teilweise Rückkehr aus drei Hauptgründen vor: Teamkommunikation (53 %), Produktivität (45 %) und Arbeitsplatzkultur (43 %).
Die meisten Unternehmen gehen davon aus, dass hybride Arbeitsmodelle auch nach der Pandemie bestehen bleiben (Deutschland: 90 %, Europa: 83 %). Bei den Mitarbeitern in Deutschland gibt es verschiedene Perspektiven darauf. Viele finden eine vollständige Rückkehr ins Büro gut (44 %, Europa: 41 %), gefolgt vom Wunsch nach Hybrid Work (26 %, Europa: 31 %) oder vollständigem Homeoffice (19 %, Europa: 18 %).
Das neue Büro
Allerdings glauben in Deutschland nur 38 Prozent (Europa: 37 %) der Arbeitnehmer und 37 Prozent (Europa: 32 %) der Arbeitgeber, dass ihre Büros bereits „sehr gut vorbereitet“ für hybride Arbeitsformen sind. Denn die Arbeitsumgebung hat nicht mit den veränderten Anforderungen Schritt gehalten: So sagen etwa zwei Drittel der europäischen Mitarbeiter und Arbeitgeber, dass die aktuelle Bürogestaltung kaum die Produktivität steigert.
Anton Döschl erklärt, worauf es bei der Umgestaltung der Arbeitsräume ankommt: „Durch ein offenes Raumdesign können Mitarbeitende leichter miteinander interagieren, Ideen austauschen und eine stärkere Gemeinschaft bilden. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und der Verbreitung von Hybrid Work hat sich das Konzept des flexiblen Arbeitsplatzes weiterentwickelt. Unternehmen müssen darum Angebote schaffen, die traditionelle Büroelemente mit flexiblen Arbeitsbereichen kombinieren.“
Arbeitgeber, die der Meinung sind, dass ihre derzeitigen Besprechungsräume die Produktivität im Büro aktuell nicht steigern können, nennen als Hauptgründe die geringe Qualität des audiovisuellen Erlebnisses (52 %, Europa: 37 %), fehlende Video- und Audioendpunkte in den Räumen (38 %, Europa: 42 %), das Fehlen von Video- und Audioendpunkten, um die Zusammenarbeit inklusiv zu gestalten (29 %, Europa: 26 %) und die mangelnde Konsistenz des Erlebnisses von Remote-Teilnehmern gegenüber Büroarbeitern (22 %, Europa: 26 %).
Wie sieht das Büro der Zukunft aus?
Europäische Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben ähnliche Prioritäten für die Neugestaltung der Büros: Zu den Top 3 gehören Layout und Sitzmöglichkeiten (Beschäftigte: 60 %, Arbeitgeber: 58 %), Technologie und Infrastruktur (Beschäftigte: 57 %, Arbeitgeber: 59 %) sowie Räume für Zusammenarbeit und Meetings (Beschäftigte: 55 %, Arbeitgeber: 63 %). Aktuell sind jedoch nur etwas mehr als ein Drittel (38 %) der Arbeitnehmer in Deutschland der Meinung, dass ihr Unternehmen ihnen ein gutes Hybrid-Work-Erlebnis bietet. Europaweit sind es 45 Prozent.
Im Durchschnitt verfügt nur knapp die Hälfte der Besprechungsräume in Unternehmen über Video- und Audiofunktionen. Darüber hinaus herrscht das Gefühl vor, dass die derzeit verfügbaren Tools sich nicht nahtlos für die Zusammenarbeit im Büro einsetzen lassen. Etwa neun von zehn Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Deutschland (je 91 %, Europa: 90 Prozent bzw. 88 %) haben dies in der Umfrage hervorgehoben. Ein Ergebnis, das die Dringlichkeit unterstreicht, dieses Problem anzugehen.
Stand: 08.12.2025
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Anton Döschl betont, wie wichtig es ist, dass Unternehmen ihre Räumlichkeiten attraktiv gestalten: „Ein moderner, digitalisierter Arbeitsplatz stellt die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt. Egal wo und wie sie miteinander arbeiten, es muss intuitiv und reibungslos funktionieren. Dafür ist in vielen Büros ein Upgrade notwendig – sowohl beim Design, bei der Cybersecurity als auch bei der Videotechnik. In 98 Prozent der Meetings wird zukünftig ein Teilnehmer virtuell dabei sein. Das muss mit entsprechenden Videoendgeräten unterstützt werden.“
Zwar ist die Bereitschaft, in das Büro zurückzukehren bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern groß, jedoch ist das Umfeld noch nicht auf die Anforderungen der veränderten Arbeitswelt eingestellt. Die gute Nachricht ist: Immerhin 22 Prozent (Europa: 18 %) der Unternehmen in Deutschland haben die Umgestaltung ihrer Büros abgeschlossen. 31 Prozent (Europa: 34 %) sind gerade dabei und 21 Prozent (Europa: 20 %) planen Verbesserungen. Die wichtigsten Faktoren, die Unternehmen dazu veranlassen, Arbeitsplätze umzugestalten, sind: das Büro an neue technologische Entwicklungen anpassen (46 %, Europa: 38 %), hybride Arbeitsformen durch eine geeignete Ausstattung ermöglichen (39 %, Europa: 36 %) und auf die veränderten Erwartungen der Mitarbeiter eingehen (32 %, Europa: 35 %).
Über die Studie
Die EU-Hybrid-Work-Studie wurde unter 3.500 Vollzeitbeschäftigten und 1.050 Arbeitgebern im Januar 2024 durchgeführt. Die Befragten stammen zu gleichen Teilen aus sieben europäischen Ländern: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Italien, Polen und Spanien. Die Teilnehmer sind in Unternehmen verschiedener Größen aus unterschiedlichen Branchen tätig.