Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte Augenkontakt in virtuellen Meetings schafft Vertrauen

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Viele Gespräche, insbesondere im geschäftlichen Kontext, laufen heute auf digitalem Wege in Videokonferenzen ab. Direkter Augenkontakt besteht hier nie, ohne dass die Mimik des Gesprächspartners aus dem Sichtfeld verschwindet. Das KI-Start-up Casablanca möchte das ändern.

Casablanca könne nicht nur die Augen entsprechend ausrichten, sondern auch den gesamten Kopf in die passende Position drehen.(Bild:  Casablanca.AI)
Casablanca könne nicht nur die Augen entsprechend ausrichten, sondern auch den gesamten Kopf in die passende Position drehen.
(Bild: Casablanca.AI)

„Beim ersten Augenkontakt hat es sofort gefunkt“ – dieser Satz könnte ebenso aus einer Hollywoodromanze stammen wie auch aus einem Verkaufs- oder Bewerbungsgespräch. Denn der Blickkontakt verkörpert einen der mächtigsten und entscheidendsten Bestandteile der nonverbalen Kommunikation. „Hier kommen wir wiederum sehr schnell zum Thema Vertrauen. Ohne Augenkontakt fehlt hierfür die wichtigste Grundlage, wirkliche Nähe kommt nicht zustande“, sagt Carsten Kraus, Gründer und CEO der Casablanca.AI GmbH.

(Nicht mehr) im Zwiespalt

Innerhalb eines Videocalls gibt es für die Gesprächsteilnehmer genau zwei Optionen: den Blick in die Kameralinse und den auf den Bildschirm. Bei ersterem besteht keine Möglichkeit, den Gesichtsausdruck des Gegenübers zu sehen. Dagegen führt die zweite Alternative dazu, dass sich die Augenpaare nicht treffen. „Erfahrungsgemäß schwanken User und variieren innerhalb eines Calls immer wieder. Sie stehen sozusagen vor der Wahl, welche Option sich zum jeweiligen Zeitpunkt eher eignet. Damit geht dem Gespräch viel Qualität ab“, erläutert Carsten Kraus, der mit seinem Unternehmen eine „virtuelle Kamera“ mit lokaler KI entwickelt. Diese könne in Echtzeit das Bild der physischen Webcam abgreifen und den Blick sowie den Gesichtswinkel der aufgezeichneten Person ausrichten. „Nicht erst seit der Coronapandemie liegen Videokonferenzen absolut im Trend. Insbesondere in der Geschäftswelt hat sich diese Technik als unverzichtbar herauskristallisiert, spart viel Zeit und damit Kosten. Die Schwierigkeit bestand aber bisher darin, in diesen Gesprächen das notwendige Vertrauen aufzubauen, beispielsweise für einen erfolgreichen Verkaufsabschluss“, so Kraus. „Das möchten wir ändern und die Kommunikation per Video auf ein neues Level heben, sozusagen auf das eines analogen Gesprächs.“

Auf vielen Ebenen

Blicke machen die Basis sozialer Interaktion aus. Sie tragen zur Interpretation von nonverbalen Signalen bei. Eine dementsprechend große Rolle nehmen sie in der Geschäftswelt etwa für Verkäufer, Berater oder Personalverantwortliche ein. „Vertrauen hat auf ihr Handeln große Auswirkungen, mangelt es daran, sinken die Erfolgsaussichten z.B. im Verkaufsgespräch. Auch der zunehmend digitale Bewerbungsprozess hat nach wie vor die Hürde des fehlenden Augenkontakts und damit auch der mangelnden Nähe zu überspringen“, zeigt Kraus die Relevanz auf. „Gelingt dies aber, entsteht eine persönliche Beziehung und das Gespräch geht über die Übermittlung von Informationen hinaus – und das bei beliebiger physischer Distanz. Dabei kommt es immer auch auf die Natürlichkeit und Authentizität des Videocalls an.“ Damit dies bestmöglich funktioniert, richte Casablanca nicht nur die Augen entsprechend aus, es werde auch der gesamten Kopf in die passende Position gedreht. So lasse sich auch in digitalen Meetings sagen: „Beim ersten Augenkontakt hat es sofort gefunkt.“

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