Context-Marktanalyse Aufschwung für Distribution in greifbarer Nähe

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Grund zum Aufatmen. Nachdem in den letzten Quartalen die Verkäufe von IT-Produkten durch europäische Distributoren rückläufig waren, prognostizieren die britischen Marktanalysten von Context für 2024 ein leichtes Wachstum.

Nachdem die letzten sieben aufeinanderfolgenden Monate die IT-Geschäfte der Distributoren eher zäh verliefen, sind für das Jahr 2024 steigende Umsätze zum Greifen nahe. (Bild:  Mas - stock.adobe.com)
Nachdem die letzten sieben aufeinanderfolgenden Monate die IT-Geschäfte der Distributoren eher zäh verliefen, sind für das Jahr 2024 steigende Umsätze zum Greifen nahe.
(Bild: Mas - stock.adobe.com)

2023 war sicherlich kein leichtes Jahr für die Distribution und die gesamte IT-Branche. Nachdem die Corona-Pandemie im Vorjahr noch der maßgebliche Treiber für Ausschläge nach oben war, verlief das Jahr eher stockend. Gegen Ende des Jahres verdichten sich jedoch die Anzeichen auf eine Erholung des Marktes. Die britischen Marktanalysten von Context sagen für 2024 ein moderates Wachstum von 2,6 Prozent voraus. Im Vorjahr wurde noch ein Minus von 6 Prozent prognostiziert. Das Tal scheint also durchschritten zu sein.

KI als Triebfeder

Für die erwartete Erholung im kommenden Jahr kann es nur einen Hauptverantwortlichen geben: Künstliche Intelligenz (KI). Viele auf KI basierende Produkte und nützliche Anwendungsfälle für die Technologie geben dem Markt einen Aufschwung. Ein verspäteter Produktzyklus und positive Vergleiche mit dem Vorjahr lassen ein gutes Ergebnis für 2024 erwarten. Die Analysten von Context hoffen aber auch auf politische Signale und weitere finanzielle Förderungen. Die Bundesregierung hatte erst vor kurzem einen KI-Aktionsplan verabschiedet, der Deutschland in Sachen Künstlicher Intelligenz in Europa in eine Führungsrolle befördern soll. Damit Deutschland ein „europäisches Zugpferd“wird, wie es Bundesministerin Stark-Watzinger fomulierte, sollen in der laufenden Legislaturperiode 1,6 Milliarden Euro in die Technologie investiert werden. Auch die überraschende Wahl der neuen liberalen Regierung in Polen und die Neuwahlen in Spanien werden von Analysten als positive Signale gewertet, auch wenn ein positives Jahresergebnis vorrangig von makroökonomischen Faktoren, dem Investitionswillen der Unternehmen und der Nachfrage der Kunden abhängig ist. Context schlüsselt die erwarteten Umsatzzahlen durch die Distribution folgendermaßen auf:

  • PCs: Mobile Computing 4,9 bis 11,7 Prozent; Desktop Computing -0,8 bis 8 Prozent
  • Enterprise Server: -0,4 Prozent bis 7,6 Prozent
  • Enterprise Storage: -0,2 Prozent bis 7,7 Prozent
  • Displays: Desktop-Monitore -6,2 bis 2,6 Prozent
  • Networking: -10,2 bis 1,3 Prozent
  • Imaging: Drucker-Hardware -5,8 bis 3,9 Prozent, Material -3,3 bis 0,6 Prozent

„2023 war ein Jahr der Korrektur nach dem von Covid angeheizten Wachstum der letzten Jahre. Es war ein schwieriges Jahr für die Distribution und die gesamte IT-Branche, da die Unternehmen ihr Vertrauen in Investitionen verloren haben. Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels“, ordnet Context Global Managing Director Adam Simon die Zahlen ein. „Q2 2024 wird das Quartal der Trendwende sein. Wir gehen davon aus, dass sich die Wachstumsraten von Volumen und Wert annähern und sich dann in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen werden, unterstützt durch positive Jahresvergleiche.“

Der IT-Distribution in Europa bleibt zu wünschen, dass die positive Dynamik weiterhin anhält. Dann kann trotz zahlreicher Herausforderungen 2023 auch vorsichtig optimistisch in das neue Jahr geblickt werden.

Zur Context-Prognose

Die Prognosen der Context-Analysten basieren auf zwei Szenarien: einem optimistischen und einem pessimistischen. Durch die Berechnung des Mittelwerts aus diesen Werten wird die eigentliche Prognose erstellt. Seit dem zweiten Quartal 2022 überprüft Context rückwirkend diese Prognosen, um ihre Genauigkeit anhand der tatsächlich erfassten Zahlen für den jeweiligen Zeitraum zu optimieren. Die Umsatzprognosen basieren auf festen Wechselkursen, und die Ergebnisse werden in Euro ausgedrückt.
Context bezieht für seine Erklärungen zum europäischen Markt Daten aus der Distribution in Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Slowakei, Spanien, der Schweiz und der Tschechischen Republik ein.

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