Bundesweiter Warntag Am 14. September wird es laut im Büro

Von Dr. Stefan Riedl 1 min Lesedauer

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„Cell Broadcast“ heißt die Technologie, die am Donnerstag, den 14. September 2023 um 11 Uhr, rund 50 Millionen Handys schrillen lässt. An diesem bundesweiten Warntag wird das neue Katastrophen-Warnsystem getestet.

Keine Panik – das Sirenengeheul dient nur Testzwecken.(Bild:  eakgrungenerd - stock.adobe.com)
Keine Panik – das Sirenengeheul dient nur Testzwecken.
(Bild: eakgrungenerd - stock.adobe.com)

Wenn am Donnerstag um 11 Uhr gleichzeitig lokale Warnsirenen und Handys schrillen, braucht niemand in Panik zu verfallen, denn es ist lediglich ein Testlauf für Warnsysteme. Was die Smartphones angeht, wird das Katastrophen-Warnsystem „Cell Broadcast“ getestet. Dabei wird eine Test-Warnmeldung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verschickt. Nach Berechnungen von Vodafone sind bundesweit rund 50 Millionen Handys betroffen, darunter auch viele ältere Modelle, die an vorherigen Warntagen stumm blieben.

Auch lautlose Geräte schrillen

Die Textnachricht zur Warnübung wird durch ein lautes Tonsignal und per Vibration ergänzt. Die Handys schrillen sogar dann, wenn sie auf lautlos gestellt sind. Empfangen wird die Cell Broadcast-Meldung von allen Geräte, die ein mehr oder weniger aktuelles Betriebssystem nutzen. Laut BBK sollte es bei Android mindestens Version 11 sein, bei Apple iOS Version 16.1. Angestoßen wird das Warnsignal, wenn der Empfänger sein Gerät angeschaltet und den Flugmodus nicht aktiviert hat. Cell Broadcast funktioniert auch dann, wenn das Handy keine Datenverbindung aufgebaut hat.

„Cell Broadcast“ – die Technik dahinter

Das System funktioniert so: Die zuständigen Behörden erkennen für ein bestimmtes Gebiet eine bevorstehende oder bereits eingetretene Katastrophe. Sie übermitteln eine gezielte Warnung an die Mobilfunk-Betreiber und diese verschicken die Warnmeldung über ihre Netze an die Endgeräte der Mobilfunk-Kunden. Ähnlich wie beim Radio empfangen alle Geräte, die in den Funkzellen der jeweiligen Region eingebucht sind und diese Technologie unterstützen, die Warnmeldung – daher der Name Cell Broadcast. Je nach Warnstufe geben die Geräte sogar im lautlosen Modus einen sehr lauten Ton aus. Gewarnt werden kann zum Beispiel vor Flutkatastrophen, Erdbeben, Orkanen, Hitzewellen, Schadstoffaustritten, Krankheitserregern, Großbränden, Bombenentschärfungen oder weiteren akuten Gefahren. Das System ist seit dem 23. Februar 2023 in Betrieb.

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