Ericsson-Studie zur Entwicklung des weltweiten Mobilfunkmarktes 5G-Markt Westeuropa: Wachstum überrascht

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Der Anteil der 5G-Mobilfunkverträge in Westeuropa stieg bis Ende 2022 auf 13 Prozent. Damit wächst der Markt stärker als erwartet – und er wird weiterwachsen, trotz geopolitischer und makroökonomischer Herausforderungen.

Fredrik Jejdling von Ericsson: „In den letzten zwei Jahren hat die Einführung von 5G-Diensten in den zwanzig wichtigsten Märkten zu einer Umsatzsteigerung von sieben Prozent geführt.“(Bild:  Ericsson)
Fredrik Jejdling von Ericsson: „In den letzten zwei Jahren hat die Einführung von 5G-Diensten in den zwanzig wichtigsten Märkten zu einer Umsatzsteigerung von sieben Prozent geführt.“
(Bild: Ericsson)

Die Zahl der 5G-Mobilfunkverträge, so der Ericsson Mobility Report, nimmt in allen Regionen weltweit zu und wird bis Ende 2023 voraussichtlich 1,5 Mrd. erreichen. Führend beim lokalen 5G-Marktanteil sind aktuell Nordamerika (41 % aller dortigen Mobilfunkverträge sind 5G-Verträge), Nordostasien (30 %) und die Region des Golf-Kooperationsrats (18 %) vor Westeuropa (13 %). Bis Ende 2022 wuchs die Anzahl der 5G-Verträge in Westeuropa auf 69 Mio. Der letzte Report von November 2022 ging für Westeuropa nur von einem Anteil von elf Prozent oder 63 Mio. 5G-Verträgen aus.

Mit Blick auf die weltweit führenden Regionen in Sachen 5G sagen die Experten einen Wechsel an den Spitzenpositionen voraus. Bis 2028 prognostizieren die Autoren und Autorinnen ein Aufholen von Westeuropa (88 % aller Verträge) direkt hinter Nordamerika (91 %). Die Region des Golf-Kooperationsrats (86 %) und Nordostasien (71 %) drohen zurückzufallen.

Es wird erwartet, dass 5G in Westeuropa weiter stark wachsen wird. Ende 2023 sollen 143 Mio. Verträge abgeschlossen sein und bis Ende 2028 soll die Marktdurchdringung bei 88 Prozent liegen. Im Gegenzug rechnen sie damit, dass die 3G-Netze abgekündigt werden, um die Wiederverwendung von Funkfrequenzen für 4G und 5G zu ermöglichen.

Indien wächst 2022 am schnellsten

Global betrachtet sticht Indien hervor: Die Anzahl der 5G-Verträge in Indien erreichte bis Ende 2022 etwa 10 Mio. Bis Ende 2028 werden sie schätzungsweise 57 Prozent der Mobilfunkabonnements im Land ausmachen, was das Land zur am schnellsten wachsenden 5G-Region weltweit macht. 5G-Dienste wurden erst im August 2022 in Indien eingeführt und die Initiative „Digital India“ ist ein wesentlicher Treiber für den massiven Netzausbau.

5G-Einführung verändert Mobilfunktarife

Zudem widmet sich der Mobility Report der Frage, wie 5G die Angebote der Mobilfunkbetreiber verändert. Weltweit haben laut Report bis Ende 2022 rund 240 Mobilfunkanbieter kommerzielle 5G-Dienste eingeführt und etwa 35 haben 5G-Kernnetze bereitgestellt oder in Betrieb genommen. Die häufigsten 5G-Dienste für Verbraucher sind erweitertes mobiles Breitband (eMBB), Fixed Wireless Access (FWA), Gaming-Angebote und einige AR/VR-basierte Dienste, z.B. im Bildungs- und Schulungsbereich. Unter den Anbietern ist es zunehmend üblich, Datenpakete mit verschiedenen beliebten Unterhaltungsdiensten wie Fernsehen, Musikstreaming oder Cloud-Gaming-Plattformen anzubieten. Etwa 58 Prozent der 5G-Dienstanbieter tun dies derzeit in verschiedenen Formen.

Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Head of Networks bei Ericsson, sagt: „5G hat weltweit die Marke von einer Milliarde Verträge überschritten, was ein hohes Umsatzwachstum für Mobilfunkanbieter in führenden 5G-Märkten bedeutet. Wir sehen einen starken Zusammenhang zwischen dem Anstieg der 5G-Verträge und den Serviceumsätzen. In den letzten zwei Jahren hat die Einführung von 5G-Diensten in den zwanzig wichtigsten Märkten zu einer Umsatzsteigerung von sieben Prozent geführt. Dieser Trend zeigt, dass Nutzer und Anbieter gleichermaßen von 5G profitieren.“

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