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Hinzu kommt, dass man selbst Losgröße-1-Produkte wahrscheinlich später hinaus wieder drucken möchte. Hierzu müssen Daten und Design des gedruckten Objekts exakt von denen der Maschine getrennt werden können und es muss mit Chargenvarianz des ausgangs Materials geplant werden.
Der Metalldruck wird die Metallverarbeitung verbessern
Ganz andere Worte schlug Autodesk an. In seiner Keynote machte sich Alexander Oster für den Metalldruck stark: „Metall ist weiter als Kunststoff!” war die Aussage, die das vorwiegend aus dem Kunststoffbereich kommende Publikum aufhorchen lies. Sein Argument war, dass die klassischen Metall verarbeitenden Prozesse – speziell das Gießen – keine guten Methoden seinen. Zwar rentiere sich der 3D-Druck als Ersatz zum Gießen voraussichtlich erst ab 2020, weil zur Zeit der Formenbau einfach wesentlich besser amortisiert; aber für kleine Losgrößen zahle sich ein Metalldrucker bereits heute schon aus.
An der Simulation hakt's
Nebenbei erwähnte Oster noch, dass inzwischen auch die Simulation des Druckprozesses möglich sei. Dazu hatte Florian Fischer von Robert Bosch mehr zu sagen. Als reiner Anwender erklärte er die Probleme, die sie beim Drucken von Trays für Elektronikbauteile hatten. Der erste Versuch missglückte, dass Kunststoffprodukt hatte sich in der Mitte gewölbt. Erst mehrere Versuche brachten die richtige Technik zum Vorschein, die Simulationssoftware hingegen half wenig dabei. Das Fazit: Alle müssen umdenken. Über neues Design muss nachgedacht werden, der Konstruktionsaufbau umgedacht werden, Bediener müssen den Prozess verstehen und die Software muss auch mit dem Drucker kommunizieren.
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