Arbeitsmarktreport Zwei Drittel der Deutschen wollen weniger arbeiten

Quelle: Xing 1 min Lesedauer

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Arbeitszeiten von 40 Stunden pro Woche sind in Deutschland bisher üblich, doch aktuell gibt es Forderungen, diese Praxis abzuschaffen. Bei den Beschäftigten stößt dieser Vorschlag jedoch nicht nur auf Gegenliebe.

Forderungen nach Mehrarbeit kommt bei den deutschen Beschäftigten nicht gut an, im Gegenteil: Mehr als die Hälfte möchte sogar weniger arbeiten. (Bild: ©  px.palette - stock.adobe.com)
Forderungen nach Mehrarbeit kommt bei den deutschen Beschäftigten nicht gut an, im Gegenteil: Mehr als die Hälfte möchte sogar weniger arbeiten.
(Bild: © px.palette - stock.adobe.com)

Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Herausforderungen der deutschen Wirtschaft – doch mehr arbeiten wollen die meisten Beschäftigten nicht. Laut dem aktuellen Xing-Arbeitsmarktreport 2025 würden 67 Prozent der Befragten ihre Arbeitszeit sogar gerne reduzieren. Gleichzeitig lehnen 60 Prozent Mehrarbeit ab, 64 Prozent halten sie für den Wohlstandserhalt nicht erforderlich. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 58 Prozent – ein deutlicher Stimmungsumschwung.

Als Hauptgründe für die Ablehnung von Mehrarbeit nennen die Befragten Stress (65 %), zu wenig Zeit für persönliche Interessen (55 %) sowie Care-Arbeit (47 %). Besonders die 25- bis 34-Jährigen stechen hervor: 74 Prozent dieser Altersgruppe würden ihre Arbeitszeit am liebsten reduzieren. Trotz dieser Zurückhaltung ist die Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance gestiegen: 56 Prozent bewerten sie positiv, 2024 waren es erst 52 Prozent.

Geld als Anreiz

Für zusätzliche Leistung sind finanzielle Anreize entscheidend. Bonuszahlungen (49 %), Gehaltserhöhungen über die Stundenzahl hinaus (46 %) und zusätzliche Urlaubstage (45 %) gelten als stärkste Motivatoren. Spaß an der Arbeit ist für viele aber ebenfalls ein wichtiger Faktor.

Thomas Kindler, Managing Director von Xing, sagt: „Die Zahlen zeigen, dass viele Menschen bereit sind, mehr zu leisten und mehr zu arbeiten, wenn man ihnen die richtigen Anreize bietet. Spaß an der Arbeit ist für viele Menschen genauso wichtig wie Geld. Und auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gilt: Motivation und Wertschätzung kosten nichts außer gut investierte Zeit.“

Trotz steigender Arbeitslosigkeit bleibt der Arbeitsmarkt paradox: 38 Prozent der Beschäftigten berichten von Engpässen im Personal, 30 Prozent von erhöhter Arbeitsbelastung. Viele Unternehmen reagieren darauf jedoch kaum mit Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung – ein Versäumnis, das langfristig teuer werden könnte.

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