Prognosen und Analysen dank eigener Daten Zukunftschancen: Wann wird KI wirklich interessant?

Von Sylvia Lösel 2 min Lesedauer

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Hardware ist nicht genug, um die Möglichkeiten von KI umfassend auszuschöpfen. Davon ist Gerry Steinberger, Leiter Partner Ökosystem, HPE Deutschland überzeugt. Um das zu schaffen, braucht es noch einiges an Vorarbeit.

Gerry Steinberger, Leiter Partner Ökosystem Deutschland, Hewlett-Packard Enterprise (Bild:  HPE)
Gerry Steinberger, Leiter Partner Ökosystem Deutschland, Hewlett-Packard Enterprise
(Bild: HPE)

ITB: Was hat Ihr Unternehmen konkret verändert, um auch in Zukunft als Keyplayer zu bestehen?

Steinberger: Wir haben erkannt, dass Unternehmen im Enterprise-Sektor mehr benötigen als – überspitzt dargestellt – die richtige Hardware, damit Künstliche Intelligenz einen Wettbewerbsvorteil bringt. Und wir sehen es als unsere Aufgabe, Entscheidern möglichst viele Schritte auf dem Weg in ihre KI-gestützte Zukunft abzunehmen.

Die meisten befinden sich noch im Stadium der Effizienzgewinnung und experimentieren mit Chatbots. Aus unserer Sicht wird es allerdings erst wirklich interessant für Entscheider, wenn sie KI für Prognosen und Analysen auf Basis ihrer eigenen Datenpipeline nutzen können. Die Frage ist allerdings: Wie kommen Unternehmen an diesen Punkt?

Wir haben auf der HPE Discover Las Vegas gemeinsam mit Nvidia Lösungen vorgestellt, die genau diese Aufgaben erfüllen. Damit bauen wir Hürden ab und positionieren uns als Wegbegleiter in das KI-Zeitalter.

ITB: Welche Fähigkeiten benötigen Führungskräfte und Mitarbeiter in Zukunft, und wie stellt man sicher, dass sie über die passenden Skillsets verfügen?

Steinberger: Führungskräfte und Mitarbeiter müssen flexibel und anpassungsfähig sein, um mit schnellen Veränderungen Schritt zu halten. Es ist entscheidend, dass sie in der Lage sind, große Zusammenhänge zu erkennen und kritisch zu hinterfragen. Das ist kein wesentlicher Unterschied zu den jetzigen Anforderungen. Allerdings wird in Zeiten von KI und Prozessautomatisierung eine sozusagen „menschenzentrierte“ Herangehensweise an Führung und Zusammenarbeit wichtiger denn je. Das bedeutet, dass Unternehmen auf Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Mitarbeiterförderung sowie eine offene Fehler- und Feedbackkultur setzen müssen, um passende Talente zu gewinnen und zu halten.

ITB: Wie verhindere ich, dass das hohe Tempo der Transformation Partner und Mitarbeiter überfordert?

Steinberger: In Transformationsphasen spielt Kommunikationsfähigkeit eine Schlüsselrolle. Nur durch klare und transparente Kommunikation können technische und nicht-technische Mitarbeiter komplexe KI-Konzepte verstehen und effektiv zusammenarbeiten. Führungskräfte müssen Mitarbeiter mit Potenzial für KI-Projekte identifizieren und gezielt fördern, um sicherzustellen, dass niemand den Anschluss verliert. Bei der Entwicklung von KI-Strategien gibt es zudem häufig einen typischen blinden Fleck: Werden Abteilungen wie Legal und HR nicht immer in die Entwicklung einbezogen und darüber hinaus ethischen Aspekten beim Einsatz von KI keine Priorität eingeräumt, steht die ganze Strategie von Anfang an auf wackeligen Beinen und bekommt kein Vertrauen der Mitarbeiter.

Executive Summit 2024

Unsere Welt ist zunehmend von komplexen Abhängigkeiten geprägt, die durch politische Systeme, globale Lieferketten und technologische Dominanz bestimmt werden. Künstliche Intelligenz, insbesondere GenAI, bringt transformative Möglichkeiten, aber auch neue Abhängigkeiten mit sich, die Organisationen herausfordern.

Auf dem 20. IT-EXECUTIVE SUMMIT werden führende Köpfe der IT-Branche und Experten zum Motto „Zwischen Souveränität und Dependenz – Strategien für eine resiliente Zukunft“ entwickeln.

Termin: 10. & 11. September 2024, Hotel Rosewood München

Infos zur Agenda & Teilnahme: auf der Website www.it-executive-summit.de

und via Mail an eva.kanzler@vogel.de

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