Cisco-Studie Worauf es bei Hybrid Work wirklich ankommt

Von David Binnig 3 min Lesedauer

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Eine Studie von Cisco zu hybriden Arbeitsmodellen kommt zu dem Ergebnis, dass die unterschiedlichen Entscheidergruppen selten an einem Strang ziehen. Große Einigkeit herrscht lediglich bei den technischen Mängeln, welche hybride Arbeitskulturen oftmals ausbremsen.

„Du musst ins Office kommen”: Wie C-Level und andere Entscheidergruppen in Deutschland zu Hybrid Work stehen zeigt eine neue Studie von Cisco.(Bild:  deagreez - stock.adobe.com)
„Du musst ins Office kommen”: Wie C-Level und andere Entscheidergruppen in Deutschland zu Hybrid Work stehen zeigt eine neue Studie von Cisco.
(Bild: deagreez - stock.adobe.com)

Hybrid Work ist zum festen Bestandteil der Arbeitswelt avanciert. Doch noch immer ringen viele Unternehmen damit, wie sich die reale und virtuelle Zusammenarbeit erfolgreich miteinander verbinden lassen. Denn in vielen Unternehmen gibt es je nach Entscheider und Abteilung unterschiedliche Ansätze sowie Priorisierungen um hybride Arbeitsmodelle umzusetzen. Das ist das Ergebnis einer Cisco-Studie aus dem Februar 2023.

Für die Studie wurden 1.200 privatwirtschaftliche Entscheider aus deutschen Unternehmen, in denen hybrides Arbeiten möglich war, befragt. Fast die Hälfte der Teilnehmer machte dabei weitergehende Angaben zu ihrer Rolle, so dass sie einer der fünf folgenden Entscheider-Kategorien zugeordnet werden konnten: Recruiting, Personalführung, Digitalisierung, Büromanagement und C-Level. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die verschiedenen Abteilungen zum Teil unterschiedliche Vorstellungen und Ansätze zum Thema Hybrid Work verfolgen.

Mit folgenden Angeboten wollen die Entscheider einzelner Fokusgruppen Büroarbeit attraktiv gestalten.(Bild:  Cisco)
Mit folgenden Angeboten wollen die Entscheider einzelner Fokusgruppen Büroarbeit attraktiv gestalten.
(Bild: Cisco)

Maximale Flexibilität als Maxime

Dabei sind sich die Unternehmen im Kern, wenn auch mit Abstufungen, über die Zielsetzung von hybriden Arbeitsmodellen einig. So gaben alle Entscheider an, der wichtigste Aspekt bei Hybrid Work sei es, den Mitarbeitenden volle Flexibilität zu bieten. Besonders wichtig war dies für die Entscheider aus der Kategorie C-Level (62 %) sowie für Digitalisierungsverantwortliche (57 %). Deutlich weniger ausgeprägt ist dies bei den Entscheidern in der Kategorie Recruiting (23 %).

Anreize versus Pflicht

Wenn es darum geht, mit welchen Mitteln Mitarbeitende für das Arbeiten im Büro zu gewinnen sind, zeigt die Cisco-Studie ein breiteres Spektrum: Moderne Büroeinrichtung und -ausstattung sehen 35 Prozent aller Entscheider als wichtiges Mittel. Genauso viele nennen Serviceangebote wie Kinderbetreuung. Am dritthäufigsten werden mit 29 Prozent verpflichtende Büroarbeitstage genannt.

Bei Blick auf die fünf Fokuszielgruppen zeigen sich jedoch enorme Differenzen innerhalb der Unternehmen. Gerade C-Level-Befragte (46 %) und Recruiting-Verantwortliche (46 %) setzen stark auf Pflichttage. Dagegen locken Digitalisierungsentscheider mit moderner Büroausstattung (45 %) und Serviceangeboten (40 %). Ähnlich sieht es bei den Büromanagement-Zuständigen aus. Es kristallisiert sich also ein Spannungsfeld zwischen Vorschriften und eher weicheren Pull-Faktoren innerhalb der Unternehmen heraus.

Woran es bei hybriden Besprechungen besonders hakt

Bei der Frage nach den häufigsten technischen Schwierigkeiten fallen die Antworten dagegen klar aus. Für alle fünf Fokuszielgruppen stellen eine schlechte Internetverbindung (zwischen 68 %t und 41 %) sowie schlechte Tonqualität (zwischen 65 und 57 %) die größten Probleme dar.

Für die Verbesserung on hybriden Besprechungen ist neben der Technik und ausreichender Security auch die zwischenmenschliche Interaktion entscheidend. Über alle Befragten hinweg werden schlechte Moderation (38 %), durcheinander redende Teilnehmer (37 %) und fehlende Bereitschaft zur Interaktion (28 %) genannt.

Klare Anforderungen an Büro und Home Office

Ein Aspekt welchen die Studie aufzeigt ist unter anderem, dass Büro und Homeoffice am Besten im Zusammenspiel funktionieren. Bei beiden gibt es aus Perspektive der Teilnehmenden konkrete Anforderungen die erfüllt sein sollten, damit erfolgreiches Arbeiten möglich ist.

Das moderne Büro muss den Befragten nach besonders eine moderne technische Ausstattung (72 %) und attraktive Räume für den persönlichen Austausch (47 %) bieten. Vor allem die Digitalisierungsverantwortlichen sehen – nach der modernen Technik (hier genannt von 85 %) die Austauschflächen (53 %) als wichtig an. Für das Arbeiten im Homeoffice sehen die Entscheider die Verfügbarkeit von schnellem Internet (48 %) sowie die Bereitstellung hochwertiger technischer Ausstattung (42 %) als elementare Bausteine.

Außerdem gaben 42 Prozent der Entscheider an für Hybrid Work Geldzuschüsse gewähren, um das Homeoffice produktiver zu machen. 38 Prozent der HR-Verantwortlichen wollen außerdem die modernste Videokonferenz-Technologie bereitstellen.

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