Cash Flow und Profit verlagern sich

Wie Systemhäuser ein erfolgreiches SaaS-Geschäftsmodell entwickeln

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Universelle Entwicklungs- und Applikationsplattformen

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten jetzt Universalplattformen, mit denen sich Applikationen entwickeln lassen, deren Betriebsmodus frei wählbar ist. Mit diesen neuen Entwicklungs- und Applikationsplattformen programmieren Entwickler eine Software nur ein einziges Mal. Der Nutzer kann dann selbst entscheiden, ob er sie als Client-Server-Lösung, HTML-Webanwendung oder RIA ausführt. Möglich macht diese Flexibilität ein Metadaten-orientierter Entwicklungsansatz: Der Entwickler definiert auf einer abstrakten Ebene ohne aufwendiges Schreiben von Code die Funktionen und die Logik einer Anwendung. Um die Ausführung im gewählten Betriebsmodus kümmert sich zur Laufzeit die Applikationsplattform. Für den Entwickler hat dies den Vorteil, dass er sich ganz auf die Umsetzung der Nutzeranforderungen konzentrieren kann, ohne sich um die technischen Details des Betriebsmodus zu kümmern – bei einer RIA zum Beispiel um die dezidierte Entwicklung von Client-, Server- oder Kommunikationsfunktionalitäten. Das Unternehmen erhält so genau die Art von Software, die es für eine effektive SaaS-Strategie benötigt: Gegenüber dem Kunden kann es eine Lösung mit gleicher Funktionalität in einem beliebigen Betriebsmodus anbieten. Intern muss es weiterhin nur einen einzigen Software-Code programmieren, pflegen und unterstützen.

Strategische Freiheit für Software-Unternehmen

Damit erhalten Software-Unternehmen alle strategischen Optionen und Freiheiten, um auf dem Markt jetzt und in Zukunft proaktiv zu agieren. Sie können heute Kunden unter Sicherung der eigenen Profitabilität die Lösung in dem Betriebsmodus anbieten, die sie gerne hätten. Gleichzeitig sind sie für den Fall gerüstet, dass sich ein Betriebsmodus, etwa das SaaS-Modell, durchsetzt und die anderen verdrängt.

Wahrscheinlicher ist es jedoch, das zeigt die Entwicklung aller Phänomene rund um das Internet, dass die Betriebsmodi koexistieren werden – wie heute gedruckte Zeitung und Online-Gazette.

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