Sophos-Studie zeigt Gefahrenpotenzial auf Wenn Backups bei Ransomware-Attacken zum Problem werden

Von Martin Hensel 1 min Lesedauer

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Der Sicherheitsspezialist Sophos warnt, dass Cyberkriminelle ihre Verschlüsselungsattacken auch auf Backups ausrichten. Sie können damit noch mehr Erpressungsdruck erzeugen und höheres Lösegeld fordern.

Gelingt es Angreifern im Rahmen von Ransomware-Attacken auch Backups zu verschlüsseln, haben die Opfer meist schlechte Karten, wie eine Sophos-Studie zeigt.(Bild:  Tung Nguyen /  Pixabay)
Gelingt es Angreifern im Rahmen von Ransomware-Attacken auch Backups zu verschlüsseln, haben die Opfer meist schlechte Karten, wie eine Sophos-Studie zeigt.
(Bild: Tung Nguyen / Pixabay)

Erfolgreiche Ransomware-Attacken sind wegen ihrer finanziellen und betrieblichen Folgen schlimm genug. Doch wenn es den Angreifern auch noch gelingt, vorhandene Backups zu schädigen oder zu verschlüsseln, verdoppeln sie die Wahrscheinlichkeit einer Lösegeldzahlung seitens des Opfers. Zudem fallen die Gesamtkosten für die Wiederherstellung rund achtmal höher als in Firmen aus, deren Backups bei einer Attacke nicht betroffen sind. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie, die Sophos unter 2.974 IT- und Cybersecurity-Entscheidern in 14 Ländern durchgeführt hat.

Sie zeigt auch, dass bei 94 Prozent aller Betroffenen einer Ransomware-Attacke versucht wurde, auch die Backups zu verschlüsseln. Dieser Durchschnittswert variiert je nach Branche auf hohem Niveau: So war der Angriff auf Backups bei Landes- und Kommunalbehörden sowie im Medien-, Freizeit- und Unterhaltungssektor sogar bei 99 Prozent der Befragten der Fall. Die vergleichsweise wenigsten Kompromittierungsversuche gab es mit 82 Prozent im Bereich Vertrieb und Transport.

Taktik funktioniert nicht immer

Allerdings führt längst nicht jede Attacke auch zum Erfolg: Über alle Branchen hinweg war nur etwas mehr als die Hälfte (57 %) der Angreifer bei der Schädigung oder Verschlüsselung von Backups erfolgreich. In den Bereichen IT, Technologie und Telekommunikation gelangen sogar nur 30 Prozent der Angriffe – der Verdacht liegt hier nahe, dass Unternehmen aus diesen Branchen ihre Backups besser schützen oder Attacken schneller erkennen und aufhalten können.

Im internationalen Durchschnitt zahlten Unternehmen mit kompromittierten Backups rund 2 Millionen US-Dollar an Lösegeld. Sie konnten zudem die Summe kaum herunterhandeln: Im Schnitt wurden 98 Prozent der Forderungen erfüllt. Ransomware-Opfer mit unversehrten Backups konnten die Lösegelder immerhin auf durchschnittlich 82 Prozent drücken.

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