Definition Was ist Vishing?

Von Margrit Lingner

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Bei Vishing handelt es sich um ein Betrugsschema, das die Erbeutung sensibler Daten der Opfer zum Ziel hat. Diese werden telefonisch abgefragt. Die Anbahnung der entsprechenden Gespräche findet durch den Versand automatisierter Nachrichten statt.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Vishing ist ein Betrugsschema, das auf telefonischem Kontakt basiert. So erklärt sich auch der Name, der sich aus den englischen Wörtern "Voice" ("Stimme") und "Fishing" ("Fischen" – generelle Bezeichnung für das kriminelle Abschöpfen von Daten) zusammensetzt. Ziel ist es, sensible Informationen zu gewinnen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Kreditkarteninformationen
  • Passwörter
  • Zugangsdaten
  • personenbezogene Informationen, die für Identitätsdiebstahl hilfreich sind
  • Online-Banking-Daten

Grundsätzlich ähnelt das Vishing dem Pishing sehr: Bei letzterem werden aber keine Telefonate zur Datenabfrage verwendet; vielmehr sollen E-Mail- sowie Text-Nachrichten dazu animieren, auf Links zu klicken oder bestimmte Programme herunterzuladen. In diesen Fällen kommt eine Malware zum Einsatz, die unbemerkt die Daten abschöpft.

So funktioniert Vishing

Um die Personen ans Telefon zu bekommen, nutzen die Kriminellen unter anderem eine automatisierte Anbahnung, die irgendeine Art von Notfall suggeriert. Typisch sind Probleme mit dem Bankkonto, angeblich verseuchte Computer, die aus der Ferne gewartet werden müssen, sowie vermeintliche Schwierigkeiten mit der Steuer. Klassische Wege der Anbahnung sind:

  • Massenanrufe, wobei eine Roboterstimme bittet, am Apparat zu bleiben oder eine bestimmte Nummer zu wählen.
  • Pop-Ups auf Webseiten, die Gefahr suggerieren und zur Wahl einer Nummer auffordern.
  • E-Mails und Textnachrichten, die auf identische Weise funktionieren.

Vishing ist aber nicht nur eine Gefahr für Privatpersonen, vielmehr werden auch häufig Unternehmen Opfer von Vishingattacken. Häufig haben Cyberkriminelle dabei im Vorfeld bereits zum Beispiel über die Webseite des Unternehmens Informationen über das potenzielle Opfer gesammelt.

Vor Vishing schützen

Es gelten zwei goldene Regeln für den Umgang mit dem Internet, die dabei helfen, sich vor Vishing zu schützen:

  • Sensible Daten werden niemals telefonisch abgefragt. Sie sollten deshalb auf keinen Fall in entsprechenden Gesprächen preisgegeben werden, ganz gleich, wie dringend es scheint.
  • Unbekannte Gesprächspartner sollten immer von sich aus überprüfbare Referenzen zur Verfügung stellen. Tun sie dies nicht, sollten Sie danach fragen. Die meisten Cyberkriminellen geben bereits dann auf. Einige händigen allerdings falsche Referenzen in der Hoffnung aus, dass diese nicht überprüft werden. Bevor Sie irgendein Gespräch mit einem Fremden fortsetzen, sollten Sie die gemachten Angaben kontrollieren.

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