Definition Was ist Smart Farming?

Von zeroshope 2 min Lesedauer

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Smart Farming meint den Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft. Es handelt sich um einen zentralen Baustein in der Digitalisierung des Agrarsektors. Effizienz steht dabei im Mittelpunkt.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Landwirtschaft durchläuft eine Phase der Digitalisierung. Ziel ist mehr Effizienz in den Produktionsprozessen. Ein wesentlicher Baustein ist dabei das sogenannte Smart Farming, das auch als Digital Farming sowie als E-Farming bezeichnet wird. Moderne IT-Lösungen kommen zum Einsatz, um Arbeitsabläufe ökonomischer zu planen, durchzuführen, zu überwachen und zu evaluieren.

Beispiele für Smart Farming-Prozesse

Zum Digital Farming zählen beispielsweise die folgenden Verfahren:

  • Feldrobotor werden durch maschinelles Lernen auf Aufgaben wie die Aussaat, die Ernte oder die Bekämpfung von Unkraut vorbereitet.
  • Bislang manuell durchgeführte Vorgänge werden automatisiert. Autonomes Fahren oder die Fütterung von Tieren seien hierfür exemplarisch genannt.
  • Sensoren überwachen alle Arbeitsabläufe sowie den Gesundheitszustand der Hoftiere. Die Daten sind jederzeit über das Smartphone oder ein Tablet abrufbar.
  • Geräte werden vernetzt, um Produktionszeiten zu optimieren. Nach der Melkung werden Milchcontainer beispielsweise exakt dann abgeholt, wenn diese auch bereitstehen. Dies reduziert, bis Produkte vom Endkunden gekauft werden können. Dies verbessert die Qualität der entsprechenden Angebote.
  • Daten werden gezielt gesammelt und ausgewertet. Hierfür kommen Big Data-Analyseprozesse zum Einsatz.

Was ist Smart Farming nicht?

E-Farming beschränkt sich auf alle Abläufe auf dem Hof. Es ist damit nicht gemeint, dass Technologien zum Einsatz kommen, um neue Geschäftsmodelle auszuloten. Digitale Technologien können beispielsweise auch dazu genutzt werden, um die Folgen zu simulieren, die bei einem Wechsel der angebauten Feldfrüchte entstünden. Hierfür gibt es im Rahmen der Digitalisierung des Agrarsektors eigene Lösungen, die auch Marktdaten zu Vergleichszwecken einbeziehen können.

Die Vor- und Nachteile des Smart Farmings

Dem Digital Farming wird ein enormes Potenzial zugesprochen. Idealerweise erlauben es die Lösungen sogar, den Welthunger wirksam zu bekämpfen. Die bislang körperlich überaus fordernde Landwirtschaft verlangt zudem deutlich weniger belastende Tätigkeiten. Kosten werden überdies mittel- und langfristig gesenkt. Dies hat angenehme Nebeneffekte. Durch mehr Effizienz werden spürbar weniger Pestizide und Düngemittel benötigt.

Die Anschaffungskosten sind allerdings ausgesprochen hoch. Überdies können dem Gebot der Effizienz folgend Fehlanreize gesetzt werden: Beispielsweise berechnen die eingesetzten Lösungen, dass mehr Tiere Platz finden könnten, wodurch deren Lebenskomfort sinkt.

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