Definition Was ist Quishing

Von Erik1 2 min Lesedauer

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Der Begriff „Quishing“ setzt sich aus den Fachtermini „QR-Code“ und „Phishing“ zusammen. Er beschreibt eine neue Masche von Kriminellen: den Versuch, mittels QR-Code an sensible Daten zu gelangen – insbesondere Kontoinformationen und Login-Daten.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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QR ist die Abkürzung für „Quick Response“ (übersetzt „schnelle Antwort“). Es handelt sich um einen zweidimensionalen Code, der mit einer Smartphone-Kamera erfasst und gelesen wird. Beispiel: Die im QR-Code enthaltenen Informationen ermöglichen dem Nutzer des Smartphones, eine Webseite zu besuchen oder in eine Lokalität einzuchecken.

Virenscanner erkennen QR-Codes nicht

Da Virenscanner nicht in der Lage sind, QR-Codes zu erfassen, stellen diese – gerade in E-Mails – ein Sicherheitsrisiko dar. Das Sicherheitsprogramm erkennt in dem Code lediglich ein harmloses Bild, obwohl sich in Wahrheit ein Phishing-Versuch dahinter verbirgt. Sobald der Nutzer den QR-Code in der E-Mail einscannt, wird er auf eine gefälschte Webseite weitergeleitet.

Der alltägliche Umgang mit QR-Codes entwickelt sich zur Gefahr

QR-Codes sind für die meisten Menschen zu einem vertrauten Anblick geworden. Ob beim Coronatest, beim Restaurantbesuch oder bei der Besichtigung einer Sehenswürdigkeit – QR-Codes sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Diesen Vertrauensvorschuss nutzen Kriminelle beim QR-Code-Phishing rücksichtslos aus, denn: Kaum jemand vermutet beim Anblick eines QR-Codes eine kriminelle Aktivität.

Wie gehen Cyberkriminelle beim QR-Code-Phishing vor?

Ein typischer Quishing-Angriff erfolgt in mehreren, aufeinander folgenden Schritten:

  • Cyberkriminelle verschicken E-Mails, die einen QR-Code enthalten
  • In der E-Mail werden Nutzer dazu aufgefordert, den QR-Code einzuscannen
  • Die Aufforderung wird mit einer hohen Dringlichkeit vorgebracht – etwa durch die Androhung einer Kontosperre
  • Der Nutzer scannt den QR-Code und landet auf einer Fake-Webseite
  • Zweite Möglichkeit: Durch das Einscannen wird Schadsoftware heruntergeladen
  • Auf der gefälschten Webseite muss der Nutzer vertrauliche Informationen eingeben
  • Cyberkriminelle nutzen entweder die Schadsoftware oder die vertraulichen Informationen, um kriminelle Handlungen zu begehen

Für diese Daten interessieren sich Cyberkriminelle

Bedrohungsakteure versuchen mittels QR-Code-Phishing, an sensible Informationen zu gelangen, die normalerweise nicht frei zugänglich sind. Besonders interessant aus der Sicht von kriminellen Hackern sind: Kundendaten, persönliche Daten, Login-Daten, Nutzerdaten und Zahlungsdaten.

Wo besteht im Alltag die Gefahr von Quishing?

Aufgrund der hohen Akzeptanz von QR-Codes ist nahezu jeder Bereich des Alltags von Quishing betroffen. Angebote, E-Mails, Fahrpläne, Unternehmenswebseiten, Touristinformationen – theoretisch lauert die Gefahr überall.

Was hilft gegen Quishing?

Zu den wirkungsvollsten Maßnahmen gegen QR-Code-Phishing gehört ein gesundes Misstrauen gegenüber QR-Codes. Nutzer sollten diese nur dann einscannen, wenn die Quelle bekannt und vertrauenswürdig ist.

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