Definition Was ist Quiet Vacation?

Von Hagedorn 2 min Lesedauer

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Die Arbeitswelt verändert sich ständig. Jetzt erreicht uns eine neue Welle aus den USA: Quit Vacation. Was steckt dahinter, ist es erlaubt und welche Risiken sind mit dem „heimlichen Urlaub“ verbunden?

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Viele Aufgaben im Bürobereich lassen sich problemlos ortsabunabhängig erledigen. Das Bewusstsein darüber hat spätestens seit der Corona-Krise dazu geführt, das Millionen von Jobs ganz oder teilweise ins Homeoffice verlegt wurden. Wenn sich aber Arbeiten ebenso gut zu Hause wie im Office erledigen lassen, warum nicht dann auch an einem Urlaubsort? Diese Möglichkeit haben zunächst in den USA zahlreiche Arbeitnehmer entdeckt und daraus einen Trend entwickelt, der inzwischen hierzulande ebenfalls als Quiet Vacation bekannt geworden ist.

Verschiedene Arten von Quiet Vacation

Grundsätzlich muss zwischen zwei Formen von Quiet Vacation unterschieden werden:

  • 1. Mitarbeiter verlegen ihren Arbeitsplatz eigenmächtig vom Homeoffice an einen Urlaubsort und arbeiten dort weiter.
  • 2. Mitarbeiter täuschen zum Beispiel mit Hilfe spezieller Apps, die Mausbewegungen simulieren, eine Erreichbarkeit im Homeoffice vor, sind aber tatsächlich im Urlaub.

Diese Folgen kann Quiet Vacation haben

Bei allen Arten von Quiet Vacation müssen Arbeitnehmer mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen. So gibt es in der Regel verpflichtende Vereinbarungen bezüglich des Arbeitsortes. Ist das der Fall, stellt die unabgesprochene Verlagerung an einen Urlaubsort eine erhebliche Verletzung des Vertrauensverhältnises dar. Dann droht sogar eine fristlose Kündigung, falls der Arbeitnehmer auffliegt. Das gilt selbst dann, wenn der Arbeitnehmer seine sonstigen Aufgaben auch vom Urlaubsort aus weiterhin tadellos erfüllt.

Das Vortäuschen einer Aktivität oder Erreichbarkeit im Homeoffice, ohne selbst anwesend zu sein, kann sogar ein Betrugsdelikt darstellen. Dann können neben der fristlosen Kündigung weitere rechtliche Konsequenzen auf den Arbeitnehmer zukommen.

Besser den Urlaub mit den Arbeitgeber absprechen

Studien haben ergeben, dass etwa einer von 20 Arbeitnehmern schon einmal heimlich Urlaub genommen hat. Damit ist Quiet Vacation zu einem Trend geworden. Aufgrund der möglichen arbeitsrechtlichen Sanktionen ist davon jedoch dennoch dringend abzuraten. Im Falle des Wunsches, die Arbeit statt im Homeoffice im Urlaub fortzusetzen oder ganz einzustellen, ist es besser, das mit dem Arbeitgeber abzusprechen.

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