Definition Was ist Point-in-Time-Scanning?

Von Blue Floyd 2 min Lesedauer

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Nicht immer reichen automatisierte Scans nach Sicherheitslücken aus, um die einwandfreie Funktion von Soft- und Hardware zu gewährleisten. Point-in-Time-Scanning hilft Unternehmen dabei, zielgerichtete, einmalige Sicherheitsscans durchzuführen.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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In Softwareumgebungen sind stets Sicherheitsbedrohungen zu befürchten. Aus diesem Grund existieren Tools, die Software und Hardware gleichermaßen prüfen, um Bedrohungen durch Angreifer frühzeitig zu erkennen. Das beste Beispiel für Programme dieser Art ist Antivirensoftware, die Viren, Trojaner, Ransomware und weitere Angriffe aufspürt und im besten Fall eliminiert.

Werkzeuge dieser Art arbeiten in der Regel automatisiert und selbständig: Echtzeit-Scans im Hintergrund gehen gegen akute Bedrohungen vor, während automatisierte Scans zu einer bestimmten Uhrzeit an bestimmten Tagen durchgeführt werden – etwa an jedem ersten Donnerstag im Monat um zwei Uhr nachts. So soll ein bestmöglicher Schutz gewährleistet werden.

Dieses Vorgehen hat jedoch den Nachteil, dass nicht sofort auf unter Umständen kritische Änderungen an der Konfiguration von Systemen reagiert wird. Point-in-Time-Scanning kann dieses Problem beheben.

Funktionsweise von Point-in-Time-Scanning

Werden an wichtigen Systemen umfangreiche Änderungen durchgeführt – sei es durch Änderungen an der Hard- oder Software oder auch durch Veränderungen an der Konfiguration wichtiger Systembestandteile – kann ein Point-in-Time-Scan ratsam sein. Dieser scannt die gewünschten Anteile des Systems genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Veränderungen in Kraft treten. Potenziell entstandene Sicherheitslücken werden somit nicht erst durch den nächsten geplanten Scan aufgedeckt, sondern sofort. Für Unternehmen kann dies sehr wertvoll sein, um offenstehende und potenziell kostspielige Sicherheitslücken sofort zu schließen oder gar nicht erst auftreten zu lassen.

An kritischen Stellen durchgeführte Point-in-Time-Scans können auf vielfältige Weise sinnvoll sein:

  • Sicherheitslücken werden entdeckt, bevor diese zu einer akuten Bedrohung werden können.
  • Automatisch generierte Sicherheitsreports geben Handlungsempfehlungen aus, die sofort umgesetzt werden können.
  • Unvorhergesehen Auswirkungen von Konfigurationsänderungen werden sofort ersichtlich und nicht erst nach längerer Zeit.

Werden neue Sicherheitslücken bekannt, dauert es inzwischen im Durchschnitt nur zwölf Tage, bis Angreifer diese ausnutzen. Diese sehr niedrige Zahl zeigt auf, wie wichtig es sein kann, im richtigen Moment zu scannen – aber auch nicht dauerhaft, da sonst permanent Warnungen ausgegeben und False Positives zu erwarten sind. Die richtige Balance zu finden, ist daher essenziell.

Nachteile durch Point-in-Time-Scanning

Sinnvolle Point-in-Time-Scans setzen voraus, dass die mit der Aufgabe betreuten Personen die Architektur der Systeme verstehen und wissen, wann diese Scans sinnvoll sind und wann nicht. Zu häufig eingesetzte Point-in-Time-Scans können beträchtliche Ressourcen benötigen – vor allem in sehr komplexen Umgebungen, die viel Zeit für einen einzigen Scan-Durchlauf benötigen.

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