Definition Was ist Pay as you go (PAYG)?

Von andi_dd 2 min Lesedauer

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Pay as you go (PAYG) ist ein nutzungsabhängiges Abrechnungsmodell, bei dem ausschließlich für die Nutzung Entgelte anfallen. Besonders verbreitet ist PAYG bei IT-Dienstleistungen wie Software as a Service (SaaS).

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Pay as you go bezeichnet ein Preismodell, das auf der Inanspruchnahme von Dienstleistungen oder Produkten beruht. Im digitalen Bereich hat sich der Begriff Pay as you go etabliert, in anderen Wirtschaftsbereichen ist die Bezeichnung Pay per use verbreitet. PAYG findet sich vor allem bei diesen IT-Leistungen:

  • Hosting-Dienste
  • Speicherplatz in der Cloud
  • Software as Service
  • Platform as a Service

Grundsätzlich lässt sich dieses Prinzip in zahlreichen Wirtschaftsbereichen anwenden. So beruht auch das Carsharing auf dieser Abrechnungsmethode: Nutzer bezahlen nur, wenn sie mit dem jeweiligen Fahrzeug fahren.

Nutzungsabhängige Entgelte: Pay as you go

Im gesamten Segment des Cloud Computing inklusive Angeboten wie SaaS gilt Pay as you go als attraktive Alternative zu üblichen Tarifen. Bei konventionellen Tarifoptionen entscheiden sich User für Tarifpakete, die festgelegte Leistungen wie eine Höchstgrenze an Speicherplatz beinhalten. Hierfür verlangt der Dienstleister eine fixe Monatsgebühr. Erweist sich das Paket dauerhaft als zu klein oder zu groß, wechseln die Anwender das Paket. Mindestlaufzeiten erschweren den Wechsel, das gilt in besonderem Maße bei einem gewünschten Wechsel in einen kostengünstigeren Tarif.

Pay as you go funktioniert grundlegend anders. Nutzer profitieren von nutzungsabhängigen Entgelten und damit von Flexibilität. Sie entscheiden sich nicht für ein Paket mit festgelegten Leistungen, sondern bezahlen Gebühren entsprechend dem tatsächlichen Nutzungsverhalten.

Abrechnung bei PAYG: Beispiel Cloud Computing und Co.

Bei diesem nutzungsabhängigen Preismodell kommt es darauf an, welche Leistungen User im jeweiligen Abrechnungszeitraum beanspruchen. Im Bereich Cloud Computing, Software as Service und Platform as Service können die Gebühren von folgenden Fragen abhängen:

  • Wie viel Speicherplatz belegen Anwender in der Cloud?
  • Wie viele Anwender nutzen die Software?
  • Welche Funktionen verwenden User?
  • Wie lang ist die Nutzungsdauer?

In der Praxis finden sich vielfältige Tarifmodelle. So interessiert, ob Anbieter neben den Nutzungsentgelten eine Grundgebühr verlangen. Bei den Nutzungsgebühren lohnt ein Blick auf die Details. Manche Dienstleister beschränken ihr Modell auf einen Faktor wie die Nutzungsdauer oder den Speicherplatz, andere ziehen mehrere Kostenfaktoren heran. In allen Fällen erfolgt die Abrechnung nach der Benutzung, vereinzelt arbeiten Unternehmen auf Guthabenbasis.

Die Vor- und Nachteile von PAYG aus Nutzersicht

PAYG empfiehlt sich insbesondere für Unternehmen und Privatpersonen, die einen schwankenden Bedarf aufweisen. Bei starren Tarifen leiden sie entweder unter zu hohen Kosten oder einem zu geringen Leistungsumfang, mit Pay as you go meiden sie diese Probleme. Bei einer intensiven Nutzung über längere Zeiträume können sich PAYG-Modelle jedoch als teuer erweisen.

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