Definition Was ist Passworthygiene

Von Erik1 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Unsichere Passwörter ermöglichen Hackern den Zugang zu Konten, Systemen und sensiblen Daten. Durch eine qualifizierte Passworthygiene schützen Privatpersonen und Unternehmen vertrauliche Informationen, auf die niemand Zugriff haben sollte.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Fachbegriff „Passworthygiene“ setzt sich aus den zwei Wörtern „Passwort“ und „Hygiene“ zusammen. Er beschreibt das Level an Sicherheit, das ein einzelnes Passwort beziehungsweise eine Kollektion mehrerer Passwörter in einem Unternehmen hat. Eine hohe und qualifizierte Passworthygiene ist dann gegeben, wenn einzelne Konten oder Systeme dank sicherer Passwörter gut gegen Cyberangriffe geschützt sind. Im Umkehrschluss stellt eine schlechte Passworthygiene eine große Gefahr dar: Cyberkriminelle können in diesem Fall problemlos Cyberattacken durchführen und unter anderem Datenschutzverletzungen, digitale Identitätsdiebstähle und weitere Delikte begehen.

Welche Teilaufgaben umfasst die Passworthygiene?

Die zentrale Aufgabe der Passworthygiene ist die Etablierung und Einhaltung von Regeln für ein hohes Sicherheitslevel von Passwörtern. „Regeln“ bedeutet in diesem Fall: Praktiken und Tools für sichere Passwörter. Zu den obligatorischen Teilaufgaben der Passworthygiene gehören neben der Erstellung von sicheren, schwer zu hackenden Passwörtern auch:

  • die Auswahl verschiedener Passwörter für verschiedene Konten (Variationsreichtum)
  • der Verzicht darauf, Passwörter aufzuschreiben oder an einem unsicheren Ort zu speichern sowie
  • der Vorsatz, persönliche Passwörter an niemanden weiterzugeben und privat zu halten.

Methoden der Angreifer

Ein Missbrauch von Passwörtern kann sich auf verschiedenen Wegen ereignen. Cyberkriminellen stehen unterschiedliche Optionen zur Auswahl, um an sensible Daten zu gelangen. So versuchen Angreifer etwa bei einem Brute-Force-Angriff, mittels automatisierten Ausprobierens Passwortkombinationen zu erraten. Bei einem Phishing-Angriff präsentiert sich der Angreifer hingegen als seriöser User oder seriöses Unternehmen, um Zugang zu vertraulichen Informationen, Passwörtern oder anderen wichtigen Daten zu erhalten. Eine weitere Angriffsmethode, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist Credential Stuffing. Hierbei benutzt ein Angreifer Anmeldedaten, die zuvor im Rahmen einer Datenschutzverletzung erbeutet wurden, bei einem zweiten, nicht mit dem ursprünglichen Dienst verwandten Dienst.

Wie lässt sich die Passworthygiene verbessern?

Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sollten ihre Systeme durch die Implementierung einer Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) schützen. In Unternehmen sollte darüber hinaus eine Zero-Trust-Kultur etabliert werden – ständige Sicherheitsüberwachung, permanente Überprüfung aller Geräte und Zugangsberechtigungen. Mitarbeitende sollten zudem auf Phishing-Betrug sensibilisiert werden und bei der Arbeit zu Hause einen Remote Desktop Manager verwenden. Eine weitere, eigentlich selbstverständliche Möglichkeit, um die Passworthygiene zu erhöhen, ist das Verbot, Passwörter mehrfach zu benutzen.

(ID:49516805)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung