Definition Was ist Open Source Intelligence (OSINT)

Von andi_dd

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Der Begriff Open Source Intelligence (OSINT) bezeichnet das Sammeln und Auswerten frei verfügbarer Informationen. Vor allem Online-Informationen stehen hierbei im Fokus. Der Ursprung liegt im geheimdienstlichen Milieu.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Mit der Open Source Intelligence (OSINT) nutzen Nachrichtendienste und andere Sicherheitsbehörden ein Verfahren, mit dem sie öffentliche Informationen analysieren. Insbesondere das Internet hält eine Fülle an sicherheitsrelevanten Informationen bereit: Die Institutionen nutzen diese Tatsache mit standardisierten Verfahren zur Informationsgewinnung. Hierbei setzen sie diverse OSINT-Tools ein, um ein effektives Vorgehen sicherzustellen.

Mittlerweile findet die Open Source Intelligence (OSINT) auch jenseits des Sicherheitssektors Anwendung: Verschiedene Unternehmen greifen zum Beispiel auf diese Methode zurück, um betriebswirtschaftlich bedeutende Informationen auszuwerten. Cyberkriminelle interessieren sich ebenfalls für die Open Source Intelligence (OSINT).

OSINT: Nutzen für den Sicherheits- und Militärsektor

Im Kern ist OSINT weiterhin ein Ansatz für Nachrichtendienste, die Gefahren im In- oder Ausland identifizieren wollen. Darauf deutet das Wort „Intelligence“ in Open Source Intelligence (OSINT) hin: Auf Deutsch bedeutet dieser Begriff Geheimdienst oder geheimdienstlich relevante Informationen. OSINT ergänzt andere Methoden der nachrichtendienstlichen Informationsgewinnung wie die Signals Intelligence (SIGINT), bei der Verantwortliche geschützte Kommunikation in ihr Visier nehmen.

Bei OSINT zielen Behörden und weitere Institutionen auf sämtliche Informationen, die grundsätzlich frei verfügbar sind. Hierbei kann es sich unter anderem um folgende Quellen handeln:

  • Berichte von Medien
  • Profile und Beiträge in sozialen Netzwerken
  • Artikel auf Homepages und Blogs
  • Postings in Internetforen

Die Herausforderung bei diesen Informationen sind die riesigen Datenmengen. Mit OSINT durchforsten Geheimdienste und Co. diese Quellen systematisch.

Automatische Erfassung und Auswertung bei OSINT

Bei der Informationsgewinnung aus öffentlichen Quellen ist Software unerlässlich. Das gilt zumindest, wenn Nachrichtendienste einen umfassenden Blick auf vorhandene Informationen anstreben. Sie wollen zum Beispiel mögliche Gefährder im Bereich Terrorismus identifizieren oder die Stimmung der Bevölkerung in einem anderen Land einschätzen. Verschiedene OSINT-Tools helfen hierbei. Sie filtern unter anderem Postings in sozialen Netzwerken, die bestimmte Schlüsselbegriffe oder relevante Phrasen enthalten. Auch bei der Auswertung leisten Softwareprogramme Unterstützung. Im Regelfall genügt das aber nicht - eine manuelle Prüfung sowie ergänzende Recherchen sind meist unverzichtbar.

Open Source Intelligence (OSINT) für andere Zwecke

Das OSINT-Prinzip lässt sich auch im unternehmerischen Sektor einsetzen. Die Methode eignet sich nicht nur für sicherheitsrelevante Informationen, sondern für die Informationsgewinnung jedweder Art. So stellen Unternehmen mit entsprechenden Tools fest, ob in sozialen Netzwerken und an anderen Orten bedrohliche Kritik entsteht. OSINT-Tools fungieren als Frühwarnsystem für potenzielle Shitstorms. Im Bereich der Cyberkriminalität dient Open Source Intelligence (OSINT) ebenfalls der Informationsgewinnung, die kriminellen oder terroristischen Zwecken dienen kann.

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