Definition Was ist eine Neobank?

Von SiLip

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Neobanken, auch als Digitalbanken, Challenger-Banken oder „Neue Direktbanken“ bezeichnet, sind Geldinstitute, die ausschließlich online arbeiten. Da sie auf Filialen verzichten, können sie ihre Dienste meist günstiger anbieten als klassische Banken.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei Neobanken handelt es sich um Online-Direktbanken, die ihre Services exklusiv im Internet anbieten. Angefangen von der Kontoeröffnung über das Banking im Allgemeinen bis hin zum Stellen etwaiger Kreditanträge findet alles online, in aller Regel über das Smartphone, statt. Mit ihrem kundenorientierten Mobile-Banking haben sich die Neobanken mittlerweile zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für traditionelle Finanzinstitute entwickelt.

Ursprünge der Neobanken

Im Wesentlichen handelt es sich bei Neobanken um neugegründete, Fintech-basierte Direktbanken. Die Bezeichnung Bank kann allerdings irreführend sein, da eine Neobank nicht zwingend eine eigene Banklizenz besitzt. Unternehmen ohne eigene Lizenz sind als Finanzintermediäre qualifiziert, weil sie zum Verwalten der Kundengelder die Dienste einer klassischen Bank in Anspruch nehmen.

Finanzierung der Neobanken

Oftmals bieten Neobanken ihren Kunden ein kostenloses Basiskonto oder einen Einsteigertarif. Ihre Einnahmen generieren sie vor allem über Premiumkonten und Intercharge-Fees, Gebühren, die sie für Zahlungen mit den von ihr ausgegebenen Kreditkarten verdienen.

Vorteile von Neobanken

Gegenüber traditionellen Banken bietet die Neobank gleich mehrere Vorteile. Zum einen lässt sich die Kontoeröffnung meist innerhalb weniger Minuten online erledigen, zum anderen ist kein Einkommensnachweis erforderlich. Damit sind die angebotenen Konten auch für junge Menschen ohne eigene Einkünfte, Unternehmer ohne regelmäßiges Einkommen und Personen mit Bankverbot zugänglich. Privatkonten einschließlich MasterCard-Zahlungskarten sind sehr preisgünstig, oftmals sogar kostenlos.

Die mobilen Anwendungen und Internetplattformen von Neobanken sind so ausgelegt, dass die Kontoverwaltung zu 100 Prozent online möglich ist. Die Handhabung gestaltet sich in aller Regel intuitiv und sehr ergonomisch.

Nachteile von Neobanken

Anders als bei Filialbanken haben die Kunden von Neobanken keinen persönlichen Ansprechpartner. Bei kostenlosen Angeboten beschränkt sich der Kundenservice auf einen Chat. Kostenpflichtige Premiumangebote bieten zum Teil Zugang zu einem Berater via Telefon und/oder E-Mail.

Da Neobanken und deren Leistungen ausschließlich digital nutzbar sind, ist es bis auf wenige Ausnahmen nicht möglich, Bargeld- oder Scheckeinzahlungen vorzunehmen. Auch Überweisungen sind ausnahmslos online realisierbar.

Neobanken in Deutschland

Die meisten deutschen Neobanken haben ihren Sitz in Berlin, darunter der Marktführer N26, Geschäftsbanken wie Kontist, SolarisBank und Penta sowie die Nischenbanken Bitwala und Insha. Eine der ältesten Neobanken in Deutschland ist die in München ansässige Fidor Bank, eine der jüngsten die im Oktober 2020 live gegangene C24 Bank.

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