Definition Was ist ein Informationssicherheitsmanagement (ISMS)?

Von andi_dd 2 min Lesedauer

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Bei einem Informationssicherheitsmanagement (ISMS) handelt es sich um ein System, mit dem Unternehmen und andere Akteure die Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur erhöhen. In manchen Branchen schreibt der Staat eine entsprechende Zertifizierung vor.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Mit einem systematischen Informationssicherheitsmanagement schützen Firmen, Behörden und Co. effektiv ihre IT-Systeme inklusive Daten. Mit der ISO/IEC 27001 und der ISO/IEC 27002 gibt es hierfür zwei international gültige Normen. Grundsätzlich geht der Begriff ISMS aber über diese detaillierten Normen hinaus: Jede individuell entwickelte Sicherheitsstruktur, die prozessorientiert die IT-Sicherheit steigert, lässt sich als Informationssicherheitsmanagement bezeichnen. Die weltweit relevanten Normen geben jedoch wichtige Hinweise, zugleich bildet die ISO/IEC 27001 in vielen Fällen die Basis für eine externe Zertifizierung.

Die Ziele und die Funktionsweise eines ISMS

Unternehmen und andere Institutionen sehen sich mit einer Vielzahl an IT-Risiken konfrontiert. Erschwerend kommt hinzu, dass ständig neue Gefahren auftreten. Als bestes Gegenmittel erweist sich ein prozessorientiertes und damit flexibel reagierendes Informationssicherheitsmanagement. Ein maßgeschneidertes ISMS umfasst eindeutig formulierte Richtlinien und definiert Strukturen sowie Verantwortlichkeiten: Damit stellt ein Informationssicherheitsmanagement ein zuverlässiges Grundgerüst für einen wirksamen IT-Schutz dar. Zentrale Merkmale dieses Ansatzes sind die stete Überprüfung der Gefährdungslage und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen. Beim ISMS handelt es sich um eine dynamische Methode.

IT-Grundschutz und ISMS

Verbreitet sind Zertifizierungen auf Grundlage der ISO/IEC 27001 nach IT-Grundschutz. Dieses Konzept beruht auf einem Mix aus der international gültigen Norm und einem Konzept, welches das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelt hat. Die Anforderungen an den IT-Grundschutz führen zu einem mittleren Schutzniveau, dieser Ansatz verzichtet auf eine individuelle Risikoanalyse. Stattdessen geht er von pauschalen IT-Risiken aus. Der Vorteil liegt in der einfachen Umsetzung. Das BSI will damit auch kleinere und mittlere Firmen in die Lage versetzen, ihre IT-Systeme professionell zu schützen.

Informationssicherheitsmanagement und Zertifizierungen

Im Bereich der kritischen Infrastruktur müssen sich Unternehmen seit einigen Jahren verpflichtend zertifizieren lassen. Diese Zertifizierung erfolgt nach ISO/IEC 27001. Ansprechpartner sind Dienstleister wie der TÜV. Diese Bestimmung gilt zum Beispiel für Betreiber von Gas- und Stromnetzen sowie Akteure der Digitalinfrastruktur.

Darüber hinaus lassen sich viele Firmen freiwillig zertifizieren. Für diesen Schritt sprechen mehrere Aspekte:

  • Betriebe schützen auf diese Weise effektiv ihre IT-Systeme vor kostspieligen Problemen wie Datendiebstahl und Erpressungstrojaner.
  • Unternehmen werben offensiv mit einem ISMS-Zertifikat: In der Praxis erweist sich die Zertifizierung als Wettbewerbsvorteil, weil sie Kunden Sicherheit bietet.
  • Ein systematisches Vorgehen senkt die Kosten für die IT-Sicherheit.

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