Definition Was ist ein Composable Enterprise?

Von zeroshope

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Ein Composable Enterprise ist ein Unternehmen, das agil auf sich verändernde Prozesse reagieren kann. Hierfür ist es modular aufgebaut. Dies betrifft ausdrücklich nicht nur die Technologie, sondern die gesamte Struktur der jeweiligen Firma.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff „Composable Enterprise“ (frei übersetzt: “zusammensetzbares Unternehmen“) ist eine Wortschöpfung des IT-Analystenhauses Gartner. Dieses definiert eine entsprechende Firma als „eine Organisation, die fortwährend dadurch überzeugende Geschäftsergebnisse liefert, dass sie sich mit der identischen Geschwindigkeit anpasst, mit der sich ihr Geschäftsumfeld ändert. Die Organisation erreicht dies durch die Sammlung und die Kombination von gebündelten Business-Fähigkeiten.“

Was beim ersten Lesen etwas kompliziert klingen mag, ist in der Theorie eigentlich sehr einfach: Unternehmen sollen vollständig modular aufgebaut sein. Die Module (die “gebündelten Business-Fähigkeiten“) helfen dabei, auf disruptive Wandlungsprozesse angemessen schnell zu reagieren: Sie helfen der Unternehmensführung dabei, die gewünschten Fähigkeiten so neu zusammenzusetzen, dass die Firma sich erfolgreich an die Veränderungsprozesse anpasst.

Diese Prinzipien machen ein Composable Enterprise aus

  • Akzeptanz: Disruptiver Wandel gehört zur Normalität. Unternehmen müssen deshalb Resilienzen aufbauen.
  • Bereitschaft zur fortwährenden Veränderung: Die Firmenmodule müssen möglicherweise mehrfach neu kombiniert werden, um die gewünschten Ergebnisse zu erreichen.
  • Offenheit: Der Änderungsbedarf sollte so früh wie möglich erkannt und umgesetzt werden.
  • Autonomie: Die neu zusammengesetzten Module sollten als Geschäftseinheiten eigenständig arbeiten können, um die nötige Kreativität nicht zu ersticken, die für die Meisterung von Anpassungsprozessen unverzichtbar ist.

Technologische Anforderungen für ein Composable Enterprise

Ein entsprechendes Unternehmen muss auch einigen technologischen Anforderungen gerecht werden, um wie geschildert agieren zu können. Da die Struktur insgesamt modular ist, muss dies auch für die IT-Systeme und die digitalen Dienste gelten. Dies vermeidet ineffiziente und teure Doppelstrukturen. Ökosysteme sollten offen sein, um nach einer Neuzusammensetzung schnell mit den frisch zugeteilten Kollegen arbeiten zu können. Überdies sollten die Systeme “Headless“ sein. Dies bedeutet, sie haben kein festgesetztes Frontend, sondern nur ein Backend für die Datenpflege. Nach einer Neuzusammensetzung kann es mit beliebigen Frontends kombiniert werden.

Nachteile eines Composable Enterprise

Der Umbau einer Firma zu einem Composable Enterprise (oft auch: Composable Business) ist komplex, zeitintensiv und teuer. Praktisch leistbar ist er beispielsweise nur, wenn die gesamte IT in eine Cloudumgebung migriert. Low-Code-Plattformen müssen zudem häufig neuerworben oder gebucht werden: Erfahrungen zeigen, dass viele Unternehmen darauf angewiesen sind, eigene Lösungen zu entwickeln, um auf den Wandel zu reagieren. Es mangelt aber an den nötigen Experten sowie den passenden Systemen.

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