Definition Was ist Cybergrooming?

Von zeroshope

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Cybergrooming beschreibt einen kriminellen Vorgang, bei dem es um die sexuelle Belästigung oder sogar Vergewaltigung Minderjähriger geht. Die Anbahnung der Tat geschieht dabei über das Internet. Plattformen schützen oft nur unzureichend.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Cybergrooming bedeutet frei übersetzt „Anlockung im Internet“ und beschreibt einen Prozess, bei dem es darum geht, Minderjährige (und teilweise junge Erwachsene) sexuell zu belästigen oder sogar zu vergewaltigen. Die Kriminellen nutzen dabei das Internet als Ort der Kontaktaufnahme und um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen. So dienten beispielsweise Online-Spiele wie Fortnite oder Minecraft in der Vergangenheit als entsprechende Schauplätze, weil bekannt ist, dass diese bei Kindern und Jugendlichen beliebt sind.

Der Ablauf des Cybergroomings

Cybergrooming funktioniert über die Naivität der Opfer. Sie fühlen sich unter anderem stolz, einen älteren Freund im Netz zu haben und möchten diesen nicht enttäuschen. Die eigentliche Belästigung folgt nach der ersten Kontaktaufnahme meist nach dem gleichen Schema, wobei nicht in jedem Fall alle Stufen durchlaufen werden:

  • 1. Verlagerung der Kommunikation auf eine ständige Chat-Plattform wie z.B. Facebook.
  • 2. Verstetigung der Kommunikation: Die Kriminellen melden sich regelmäßig. Sie machen dabei beispielsweise Termine aus, um wieder miteinander zu spielen.
  • 3. Verletzung der Intimsphäre: Gespräche werden bewusst auf Sorgen, Nöte und das Privatleben der Minderjährigen gelenkt.
  • 4. Vortäuschung von Verletzlichkeit: Die Kriminellen geben selbst Dinge von sich preis, um eine emotionale Verbindung herzustellen. In der Regel sind es Lügen, die möglichst passgenau zu den Erfahrungen ihrer Opfer passen.
  • 5. Suche nach Nähe: Die Kriminellen bitten aufgrund der gewachsenen Freundschaft um Bilder oder Videos ihrer Opfer.
  • 6. Befriedigung der sexuellen Lust: Die Täter fragen gezielt nach Nacktbildern oder entsprechenden Videos.
  • 7. Vergewaltigung: Die Kriminellen schlagen ein persönliches Treffen vor. Sie nutzen dieses, um ihre Opfer zu vergewaltigen.

Präventionsmaßnahmen gegen Cybergrooming

Die meisten Präventionsmaßnahmen finden offline z.B. in den Schulen statt, um Minderjährige für die Gefahren zu sensibilisieren. Als Beispiel: Täter lassen sich beispielsweise gerne viel von Urlauben erzählen und bitten zuerst um Badefotos der Reisen. Angeblich wollen sie nur einen Eindruck von der Zeit erhalten, bekommen so aber erste Aufnahmen, um ihre Lust zu befriedigen.

Online-Plattformen bleiben bei Prävenationsmaßnahmen häufig außen vor. Dabei könnten sie eigentlich deutlich mehr tun als sie bislang unternehmen. Bei vielen Multiplayer-Spielen ließen sich beispielsweise Altersverifikationen einführen. Dies würde einen Filter erlauben, um zu verhindern, dass Minderjährige mit Volljährigen spielen. Technische Lösungen für die Startpunkte des Cybergroomings sind vorhanden, werden nur zu selten genutzt.

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