Gerüchte um Kaufabsichten Telekom prüft angeblich Übernahme von EDS

Redakteur: Katrin Hofmann

Informationen der Financial Times zufolge prüft die Deutsche Telekom eine mögliche Übernahme des texanischen IT-Dienstleisters Electronic Data Systems (EDS). Die Nachrichten-Agentur Reuters berichtet dagegen von einem Dementi.

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Als »abseitig« hat eine »mit der Situation vertraute Person« gegenüber der Nachrichten-Agentur Reuters einen Bericht der Financial Times Deutschland über angebliche Kaufgespräche mit EDS zurückgewiesen. »Konzernkreisen zufolge« führe die Deutsche Telekom »keine Sondierungsgespräche über eine Übernahme des US-amerikanischen IT-Dienstleisters«, so Reuters.

Nach Informationen, die der FTD vorliegenden sollen, erwägt die Telekom den Zukauf von EDS zur Stärkung ihrer Geschäftskundensparte T-Systems. Nach Aussagen »informierter Personen« wolle sich der Konzern für die Finanzierung des Kaufs mit einem Finanz-Investor zusammentun. Die Gespräche seien eine Kehrtwende in der Strategie des Telekom-Chefs René Obermann. T-Systems gehöre wegen bröckelnder Gewinne zu den größten Problemen des Konzerns und der in der Vergangenheit geplante Verkauf der Sparte sei erfolglos gewesen.

Sollten sich die Gerüchte um die Sondierungsgespräche bewahrheiten und sollte die Deutsche Telekom letztlich EDS kaufen, wäre dies ein Milliardencoup. Die FTD gibt den Börsenwert des Dienstleisters mit rund sieben Milliarden Euro an. Einer Erhebung des Marktforschers Gartner zufolge war EDS 2006 mit rund 21 Milliarden US-Dollar (rund 14 Milliarden Euro) umsatztechnisch der zweitgrößte IT-Dienstleister weltweit. Vor EDS liegt IBM mit 48 Milliarden US-Dollar (zirka 33 Milliarden Euro).

Eine offizielle Stellungnahme gibt es bis dato allerdings weder von der Deutschen Telekom noch EDS.

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