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ITB: Es heißt in der Branche ja immer, dass mit Dienstleistungen noch Geld verdient werden kann. Also gehe ich davon aus, dass der Hardware-Verkauf schleppender läuft?
Olemotz: Wie Sie schon sagen, hat es den Bereich unseres klassischen Handelsgeschäftes als erstes getroffen. Im Systemhaussegment sieht die Sache differenzierter aus. Wir haben Standorte, die sich besser als im Vorjahr schlagen, andere wiederum sind von der Nachfrageflaute stärker betroffen. Insgesamt jedoch sind mittlerweile alle Geschäftsfelder betroffen. Ein Lichtblick sind allerdings die öffentlichen Auftraggeber. Aufgrund der Konjunkturprogramme sind wir hier mit allen Eckwerten auf Kurs und wollen uns in diesem Gebiet breiter aufstellen. Das klassische Industriegeschäft hingegen läuft sehr verhalten.
ITB: Gibt es Unterschiede bei den Branchen?
Olemotz: Ein relativ stabiles Nachfrageverhalten zeigen beispielsweise Teile des Einzelhandels und der Nahrungsmittelindustrie. Rückgänge sind dagegen bei den Metall verarbeitenden Betrieben zu verzeichnen, darunter fällt die Automobilindustrie. Wobei vielfach noch die Frage besteht, ob es sich nur um Projektverschiebungen handelt oder ob es gar keine Aufträge geben wird. Wir müssen hier die Entwicklung des zweiten Halbjahres abwarten. Es ist zu früh, das jetzt schon einzuschätzen.
ITB: Ist bereits ein Notfallplan bei Bechtle vorhanden?
Olemotz: Wie gesagt, kann man nicht vorhersagen, was das Jahr bringen wird. Wir verfolgen auch in den nächsten Wochen die ökonomischen Parameter intensiv und werden gegebenenfalls Maßnahmen zur Ergebnissicherung ergreifen.
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