Zusammenspiel mit Zero Trust
Shelfware – das unterschätzte Sicherheitsrisiko

Von Dr. Stefan Riedl 7 min Lesedauer

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Shelfware ist der „Pile of Shame“ im Unternehmen: Software wird gekauft, aber nicht konsequent eingeführt und betrieben. In der IT-Security ist das ein oft unterschätztes Sicherheitsrisiko. Der Zero-Trust-Ansatz kann helfen.

Shelfware führt zu Sicherheitsproblemen, die häufig unterschätzt werden.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Shelfware führt zu Sicherheitsproblemen, die häufig unterschätzt werden.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Der Privatmensch kennt das Phänomen als „Pile of Shame“ („Stapel der Schande“). Das ist die Sammlung an Medien (Videospiele, Brettspiele, Bücher, unbemalte Tabletop-Miniaturen), die gekauft wurden, aber ungenutzt herumliegen. Nun bereiten ein ungenutztes Spiel in der Steam-Sammlung oder die verstaubende Warhammer40K-Figur in der Regel keine Probleme. Anders ist es im Business-Umfeld, wenn es um „Shelfware“ geht – selbes Prinzip, aber es geht um Software und Tools im Unternehmen.

Definition

Was ist Shelfware?

Shelfware bezeichnet Softwareprodukte, die von Unternehmen lizenziert, aber weder installiert noch effektiv genutzt werden. Oft geschieht dies, weil die Anschaffungskosten für die Lizenzen hoch waren, die Software jedoch nicht den spezifischen Anforderungen oder Bedürfnissen der Nutzer entspricht. In vielen Fällen bleibt die Software „auf dem Regal“ (daher der Name) und verursacht dennoch laufende Kosten ohne einen tatsächlichen Nutzen zu bieten. Shelfware kann eine erhebliche finanzielle Belastung für Unternehmen darstellen, da die Lizenzgebühren trotz der Nichtnutzung weiterhin anfallen. Auch Sicherheitsrisiken gehen damit einher.