Cloud-Geschäft wächst SAP will bis zu 10.000 Stellen streichen

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Tausende Jobs sollen bei Europas größtem Softwarehersteller SAP wegfallen. Mehr, als ursprünglich geplant. Und das trotz höherem Umsatz und operativem Ergebnis. Was steckt dahinter?

Trotz guter Zahlen will SAP mehr Leute entlassen, als zunächst geplant. Was sind die Gründe?(Bild:  Cagkan - stock.adobe.com)
Trotz guter Zahlen will SAP mehr Leute entlassen, als zunächst geplant. Was sind die Gründe?
(Bild: Cagkan - stock.adobe.com)

Beim operativem Ergebnis konnte SAP im zweiten Quartal trotz schwieriger Wirtschaftslage stärker zulegen als gedacht. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs im Jahresvergleich um 33 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Der Umsatz zog um 10 Prozent auf 8,29 Milliarden Euro an. Vor allem das Cloud-Geschäft mit einem Wachstum von 25 Prozent blieb der Taktgeber.

Der Nettogewinn sank im zweiten Quartal um 69 Prozent auf 918 Millionen Euro. Das lag insbesondere am milliardenschweren Sonderertrag aus dem Verkauf der ehemaligen US-Tochter Qualtrics ein Jahr zuvor.

Warum der Stellenabbau?

Trotz der guten Zahlen will SAP weiter Stellen abbauen, sogar mehr, als ursprünglich geplant. Statt 8.000 Stellen sollen nun 9.000 bis 10.000 der derzeitigen Jobs abgebaut werden, wie die Walldorfer am Montagabend nach US-Börsenschluss mitteilten. Am Ende des zweiten Quartals gab es 105.315 Stellen – und damit schon fast 3.000 weniger als drei Monate zuvor. Ausgeweitet wird das Stellenabbauprogramm wegen der Annahmebereitschaft vieler Beschäftigter.

Prognose für 2025

Die Jahresprognose für 2024 bestätigte das Dax-Schwergewicht. Wegen der Ausweitung des Stellenabbauprogramms und der damit einhergehenden erhöhten Kostenersparnis rechnet SAP 2025 mit 0,2 Milliarden Euro mehr beim operativem Ergebnis als bisher. Die Umsatzaussichten für das kommende Jahr bleiben unverändert. Die in den USA gehandelten Papiere des Dax-Konzerns zogen nachbörslich um gut vier Prozent an.

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