Neun Prozent mehr Gründungen als im Q2/2024 Rekord in Sicht: Zahl der neuen Startups steigt stark

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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KI-gestützte Lösungen zur Automatisierung treiben den Boom der Startup-Gründungen. Gefragt sind vor allem forschungsnahe Standorte. Bei den Bundesländern haben Sachsen, Bayern und NRW die Nase vorne.

Die Nähe zu Forschungseinrichtungen wirkt als Beschleuniger bei der Gründung von Startups.(Bild:  sdecoret - stock.adobe.com)
Die Nähe zu Forschungseinrichtungen wirkt als Beschleuniger bei der Gründung von Startups.
(Bild: sdecoret - stock.adobe.com)

Trotz der Konjunkturflaute entstehen in Deutschland wieder deutlich mehr Startups. Im ersten Halbjahr wurden einer Analyse des Startup-Verbands zufolge neue 1.500 Wachstumsfirmen gegründet. Das sind neun Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2024. „Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte erstmalig seit 2021 die Zahl von 3.000 neuen Startups pro Jahr geknackt werden.“ Besonders in Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen seien mehr Firmen entstanden, schrieb der Verband.

Boom um Künstliche Intelligenz stützt

Mit dem Anstieg der Neugründungen in Deutschland erholt sich die Gründerbranche weiter von ihrer Krise nach dem Ende des Corona-Booms. Wurden 2021 noch fast 3.200 neue Startups gegründet, fiel die Zahl 2023 auf knapp 2.500. Damals hielten sich viele Investoren wegen gestiegener Zinsen und Konjunktursorgen zurück. Einige Jungfirmen gerieten in Geldnot und strichen Jobs, die Zahl der Insolvenzen wuchs. Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Gründungen wieder. Auch bei den Geldern für Startups zeigt der Trend nach oben, wie jüngst Zahlen der KfW zeigten.

Die meisten Startups entstanden zuletzt erneut im Software-Bereich, angetrieben vom Boom um Künstliche Intelligenz (KI). So würden etwa industrielle Lösungen wie KI-gestützte Automatisierung an Bedeutung gewinnen, so der Startup-Verband. Aber auch im lange schwächelnden Online-Handel gehe es wieder bergauf.

München und Berlin fast gleichauf

Während die meisten Startups in Bayern (343), Nordrhein-Westfalen (281) und Berlin (248) gegründet wurden, landen im Städteranking forschungsnahe Standorte weit vorn. Gerechnet pro 100.000 Einwohnern wurden in München am meisten neue Startups binnen zwölf Monaten gegründet (13,5), gefolgt von Heidelberg (13,4) und Berlin (13,2). Gut schneiden auch die Universitätsstädte Darmstadt (11,5) und Aachen (9,1) ab. Im Umfeld vom Hochschulen entstehen immer wieder erfolgreiche Startups, zugleich gibt es immer mehr Lehrstühle für Unternehmertum.

Neben den Hotspots Berlin und München seien kleinere forschungsnahe Standorte „die neuen Lokomotiven des Startup-Ökosystems“, schrieb der Startup-Verband. Die Gründerbranche seit dadurch breiter aufgestellt, allerdings müssten Brücken zwischen beiden Welten geschlagen werden.

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