Grüne Realität Pflanzen machen auch in virtuellen Welten glücklich

Quelle: Pressemitteilung der Universität Hamburg 2 min Lesedauer

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Pflanzen im Büro sind Balsam für die Seele und sehen hübsch aus. Hamburger Forscher haben herausgefunden, dass Pflanzen auch in virtuellen Realitäten die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Mitarbeitern steigern.

So unscheinbar sie für manche auch sein mögen: Pflanzen im Büro erhöhen das Wohlbefinden und die Leistung – sogar in der virtuellen Realität (VR).(Bild:  B. Lättermann)
So unscheinbar sie für manche auch sein mögen: Pflanzen im Büro erhöhen das Wohlbefinden und die Leistung – sogar in der virtuellen Realität (VR).
(Bild: B. Lättermann)

Ein internationales Team des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung unter Leitung des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg hat herausgefunden, dass die Anwesenheit von Pflanzen in einer virtuellen Büroumgebung die geistige Produktivität, die Gedächtnisleistung und das Wohlbefinden erhöhen kann.

Vor dem Hintergrund, dass rund 50 Prozent der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten lebt, ein Anteil, der bis zum Jahr 2050 voraussichtlich auf 68 Prozent ansteigen wird, ist das eine nicht zu unterschätzende Erkenntnis. Denn bereits jetzt hätten viele Menschen nur einen begrenzten Zugang zur Natur, weil künstlich gestaltete Lebensräume den Zugang zur realen Welt „da draußen“ blockierten. Gleichzeitig arbeiten auch immer weniger Menschen in einem klassischen Büro. Die Forscher erkennen das als eine Entwicklung an, die sich während der Covid-19-Pandemie durch Telearbeit noch beschleunigt hat. In Zukunft könnte sich dieser Trend durch neuartige Formen immersiver Arbeitsräume in der virtuellen Realität (VR) außerdem noch verstärken.

Auch virtuelle Pflanzen beruhigen

Für die Studie konzipierten die Wissenschaftler zwei Testumgebungen, in denen das gleiche virtuelle Büro entweder mit oder ohne Pflanzen existierte. Anschließend ließen sie 39 Probanden Aufgaben zum Kurzzeitgedächtnis und zur Kreativität durchführen, während sich diese in den virtuellen Umgebungen aufhielten. Im Gegensatz zu früheren Arbeiten wurde das Vorhandensein oder Fehlen von Pflanzen isoliert untersucht, wodurch sichergestellt werden konnte, dass die beobachteten Effekte nicht auf anderen Störvariablen beruhen. Zusätzlich zu den kognitiven Tests bewerteten die Probanden ihre Stimmung und Gefühle, nachdem sie beiden Umgebungen ausgesetzt waren.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Teilnehmer sowohl bei Aufgaben für das Kurzzeitgedächtnis als auch bei Kreativitätsaufgaben deutlich besser abschnitten, wenn Pflanzen in der Nähe waren. „Darüber hinaus berichteten sie über höhere Werte für das psychologische Wohlbefinden und über geringere Gefühle von Wut und Aggression“, so Dr. Fariba Mostajeran, Erstautorin der Studie und Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe „Mensch Computer Interaktion“ an der Universität Hamburg.

Das virtuelle Büro mit Pflanzen wurde demnach als erholsamer empfunden und vermittelte ein stärkeres Gefühl der Präsenz. Insgesamt verdeutlichen diese Ergebnisse, wie sich das Vorhandensein von virtuellen Pflanzen in der VR positiv auf die Gefühle der Mitarbeiter auswirken kann, was natürlich wichtige Impulse für die Designs bei der Entwicklung zukünftiger Arbeits- und Lernräume mit sich bringt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Partnerportal Industry of Things.

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